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Reparatur-Tipps und allgemeine
Hinweise |
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1. Bereich Reparaturen und Hinweise Die Tipps sind nicht thematisch geordnet,
sondern zeitlich nach Erstellungsdatum. |
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1) Magische Augen regenerieren |
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2) Alte Radios können einen schlechten Geruch verbreiten
Dabei V O R S I C H T I G mit einem weichen Pinsel den Staub vom Chassis lösen. Keine feinen Drähte (insbesondere) am Tastensatz oder bei der Ferritantenne beim Pinseln oder Pusten abreissen. Auf die Skalenscheibe und das Skalenseil und die Lautsprechermembran achten, auch hier gilt V O R S I C H T !!! Auch nicht die Chassis-Unterseite vergessen. Ist dieser Staub komplett raus, hört das Riechen auf. Mit einer guten Reinigung reduziert sich auch die Gefahr von Schmorbränden des heiss werdenden feuchten Staubes. |
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3) Knoten löst sich beim Auflegen von Skalenseil
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4) Knacken beim Drehen des Drehkondensators
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5) Alter Netzstecker passt nicht in die Schuko-Steckdose
Die Netzstecker sehr alter Radios aus der "Vor-Schuko"-Steckerzeit passen nicht in moderne Steckdosen. In Deutschland gibt es bekanntlich viele Vorschriften. Wenn man den Stecker gegen einen Schuko-Stecker tauschen will, darf man das eigentlich nur machen, wenn ein dreiadriges Kabel mit Anschluss an den Schutzkontakt im Radio erfolgt. Natürlich machen das die Menschen so aber nur selten. Meist wird einfach der Stecker an die zweiadrige Leitung angeschlossen. Das ist u.U. gefährlich. Es gibt auch Isolierstecker ohne Schutzkontakt, die sind aber eigentlich nur für schutzisolierte Geräte. Es muss natürlich prüfen, ob das Radio nicht ein reines Gleichstromgerät ist (die gab es damals aber nur seltener). Ein solches Gerät darf natürlich nicht in eine Wechselstrom-Steckdose stecken. Vielleicht auf einem Flohmarkt eine Nicht-Schuko-Steckdose beschaffen, an die ein Kabel mit Schukostecker angeschlossen wird. So braucht der alte Stecker nicht abgetrennt werden. |
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6) Batteriefächer von Säure reinigen
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7) EB91 - EAA91 |
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8) Auf einer Skalenhälfte fehlen auf MW die Sender
Die Richtigkeit der Betriebsspannung (Anodenspannung für Misch und Oszillator-Stufe) müsste geprüft werden. Sie könnte vielleicht zu gering ist. Dann tritt öfters der Effekt ein, dass zuerst der höherfrequente Teil des jeweiligen Bandes ausfällt, weil vielleicht der Oszillator schon aussetzt. Eigentlich müßte auch KW-Empfang schwierig werden. Am besten geht dann noch Langwelle. |
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9) EL84 glimmt außen dunkelrot Wahrscheinlich ist der Koppelkondensator von der NF-Vorstufe oder ein Klangregelnetzwerk-Kondensator in der Endstufe selbst mit einem Feinschluss fehlerhaft geworden. So kommt eine positive Spannung an das Gitter der EL84 und obwohl diese Röhren meistens eine automatische Vorspannungs-Erzeugung in der Kathodenleitung haben, fließt dann doch ein zu hoher Anoden-Ruhestrom. In seltenen Fällen kann die Röhre auch schwingen. Ohne Messgerät ist aber die Fehlerermittlung aber schwierig. |
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10) Selengleichrichter mit modernen Silizium-Dioden ersetzen Informationen zur Ermittlung von Daten eines unbekannten Selengleichrichters hier. |
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12) Gehen Sicherungen von sich aus kaputt?
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13) Skalenbirnen immer wieder schnell defekt
Besonders aufpassen muss man bei Allstromgeräten, hier liegen die Birnen oft mit dem Heizkreis in Reihe. Eine falsche Birne kann sogar andere Röhren zerstören. Also bitte genau prüfen. Hinzu kommt das Problem, dass einige wenige der derzeit angebotenen Birnen von der Qualität her suboptimal sind. |
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15) Dürfen alte Radio sehr warm werden?
Einige Bauteile können so heiß werden, daß man sie nicht mehr mit der Hand berühren kann. Dazu zählen die meisten Radio-Röhren, Skalenbirnen und dicke Porzellanwiderstände (zumeist im Heizkreis und im Netzteil). Aber auch "normale" Widerstände, Netzdrosseln, Feldspulen von Lautsprechern und Netztransformatoren können recht heiß werden. Ist eine beobachtete Hitzeentwicklung noch normal? Ja, wenn keine Rauchentwicklung oder Geruch oder dynamische Bauteileverfärbung zu beobachten ist. Elektrolyt-Kondensatoren dürfen nicht heiß werden. |
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16) Tastensatz schaltet nicht richtig um |
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17) Heizvorwiderstand lötet sich selbst aus
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18) Bei der CF3 geht die goldfarbige Schicht ab. Antwort: Goldbronze fällt komplett aus. Dieser goldene oder bei anderen Röhren silbrige oder grauschwarze Außenbelag ist eine Schirmung der Röhre. Wird der Belag komplett entfernt, können HF- oder NF-Einstrahlungen (auch brummen) in die Röhre gelangen. Soll die Röhre also weiter in einem Gerät genutzt werden, kann mit einem Graphit-Spray ein neuer Schirm aufgebracht werden, vorher sogfältig entfetten. Nur die Stellen sprayen, die vorher auch bedeckt waren, Platz um Anodenkappe frei lassen. Nun zum Problem mit der Kontaktgabe zum Schirmanschluss der Röhre. Bei manchen Typen kann man VORSICHTIG den Röhrensockel (Fassung) ablöten, dort einen längeren Draht anlöten und diesen dann fest (VORSICHT GLAS) um die neue Schirmung winden. Manche verkleben auch die Übergangsstelle vom alten Restschirm mit dem neuen Schirm, dabei ist der elektrische Kontakt der Übergangszone kritisch. Ist aber alles mit Vorsicht zu geniessen. Erfolg und Mißerfolg liegen dicht nebeneinander. |
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19) Nach Erwärmung laufen die Sender auf UKW etwas weg.
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20) Testweiser Röhrenwechsel innerhalb eines
Gerätes Beispiel: Bei einem Radio liegt ein Fehler im Niederfrequenzverstärker vor, kein Ton ist zu hören. In der ZF-Stufe und in der NF-Vorstufe wird eine EF11 verwendet. Die ZF-Röhre kann testweise für die NF-Vorstufe genommen werden. Die vielleicht fehlerhafte NF-Röhre muss dabei nicht in die Fassung der ZF-Röhre gesteckt werden. Die Brummprobe schafft Klarheit, ob die NF-Stufe nun funktioniert. Solche Tests gehen nur bei Parallelheizkreisen. Besonders gut geht ein solcher Röhrenwechsel bei Stereogeräten. Die Röhren der beiden NF-Kanäle können gut gegeneinander getauscht werden, wenn sie nicht gemeinsam genutzt werden (z.B. ELL80). Wenig Sinn macht dagegen ein Untereinandertausch von zwei parallelgeschalteten Netzteilgleichrichterröhren. |
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21) Radio wird lauter und verzerrt etwas. Die hier gezeigte Schaltung hat übrigens einen relativ hohen Widerstandwert für den Schwingschutzwiderstand R56 (330 kOhm). Üblich wären hier Werte von 1-10 kOhm.
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22) In der Mitte dunkel verfärbte Widerstände, die aber
noch funktionieren. |
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24) Generelle Entfernung der Abblockkondensatoren parallel zu den
Netzgleichrichterstrecken sinnvoll? p.s. HF-Abblock-Kondensatoren abknipsen ist Radio-Frevel und wird mit einem Jahr Netzbrummen bestraft. |
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25) Plattenspieler läuft ein wenig zu langsam Plattenspielerantriebe mit Zwischengetrieben oder Zwischenrädern zwischen Motor und Plattenteller können auch verharzte Lager an diesen Teilen haben. Entölen oder entfetten und leicht nachölen oder nachfetten. |
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26) Pendler und ARI und RDS Antwort: Ja und nein. Es ist so, daß die Pendelfrequenz der alten Pendler nicht bei allen Modellen gleich ist. Ich habe schon Radios mit UKW-Pendler gefunden, die etwas weniger auf bestimmte Kombinationen von RDS, ARI und Stereo oder Teilkombinationen davon regagierten, hängt auch ein wenig mit der jeweiligen Feldstärke des Senders zusammen. Allerdings ist es richtig, der Pendler hat mit den aufgesattelten Signalen für RDS, ARI u. Stereo einfach Probleme, weil er eben noch eine weitere "NF"-Frequenz hinzufügt und so Mischprodukte im NF-Bereich entstehen |
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27) Radio brummt noch nach Austausch der Netzteil-Elkos Antwort: Da gibt es noch mehrere Möglichkeiten:
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28) Ersatzlautsprecher für Volksempfänger passt nicht
Antwort: Ein moderner permanent-dynamischer Lautsprecher mit leichtaufgehängter Membran ist für die Freischwinger-Lautsprecher als Ersatz ohne Anpasstrafo nicht geeignet (Ausnahme ist der VE301dyn). Ein originaler Ersatz muss dann her. Weitere Informationen zu alten Lautsprechern. |
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29) "Ausgetrocknete" Lötstellen
Antwort: Lötzinn ist ja eine Legierung mit Zinnanteil. Der Begriff Zinnpest * beschreibt bei reinem alten Zinngeschirr die Zerstörung des Metalls. Es ist wohl auch so, daß Zinn (also auch Lötzinn) bei langer Lagerung unter 14 Grad diese beschriebenen Effekte zeigen kann. Und in einer Scheune herrschen jahreszeitlich bedingt lange solche Temperaturen. Ich habe auch solche Lötstellen schon gesehen. Merkwürdig ist nur, daß nicht alle so gelagerten Radios davon betroffen sind. Vielleicht eine Folge doch unterschiedlicher Zusammensetzung von diversen Lötzinnsorten in Verbindung mit unterschiedlichen Flußmitteln. * = Spezialisten streiten darüber, ob der hier beschriebene Effekt tatsächlich auf die "Zinnpest" zurückzuführen ist. |
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30) KW-Entdämpfung an Katode der Mischerröhre Antwort: Das wird sich hier um eine Entdämpfungsschaltung für KW (insbesondere dem oberen KW-Bereich) handeln. Es ist also eine leichte Rückkopplung, die zu einer Empfindlichkeitssteigerung führt. Die alten Rückkopplungs-Einkreiser arbeiteten ähnlich, aber die Rückkopplung wird bei obiger Schaltung nicht bis zum Schwingungseinsatz getrieben. |
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31) Warum dauert es so lange bis Sender nach dem Einschalten zu
hören sind? |
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32) Heiße Netzteil-Siebdrossel Antwort: Es wird ein Windungsschluß vorliegen, meist nur eine Windung. Dadurch wird der Siebwechselstrom wie bei einem Trafo quasi kurzgeschlossen, was langsam aber sicher zur Erwärmung führt. Ausgeprägter tritt das bei Netztrafos oder Lautsprecherausgangstrafos zu tage. |
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33) Elektrostatischer Lautsprecher geht nicht
Antwort: Es muß nicht gleich der Lautsprecher defekt sein, obwohl einige elektrostatische Lautsprecher gerade von Loewe Opta dazu neigen. Ich würde zuerst den Koppelkondesator vom Lautsprecher zur Endstufe testen (falls über Kondensator gekoppelt wird). Dazu reicht es, einfach einen zweiten Kondensator mit ca 22 nF über den anderen zu halten. Aber auf die Spannungsfestigkeit achten. Weitere Informationen zu alten Lautsprechern. |
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34) Kann eine EL86 für eine EL84 genommen werden?
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35) Spröde gewordene Netzschnur Antwort: Das kommt mir doch sehr vertraut an. Ich hatte vor einiger Zeit auch so ein Kabel. Da fehlten ganze Stücke der Isolierung. Das Gummi (Plastik?) war wie Pulver. Jetzt prüfe ich die Kabel immer. |
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36) Ersatz für Anodenbatterien Antwort: Ein weites Feld mit verschiedenen Lösungsmöglichkeiten. Es gibt auch im Internet beim Suchbegriff "Anoden-Batterien" durchaus einige Anbieter, die zumindestens Ersatz-Systeme anbieten und nicht auf Netzteile oder Spannungswandler angewiesen sind. Ich selbst habe Versuche mit den kleinen 9V-Blocks (gestaffelt bis zu 90 Volt), aber auch mit 4,5 Volt Flach-Batterien gemacht. Es ist primär eine Frage des Platzes. Den Raumbedarf habe ich durch Herstellung eines Papp-Leerkartons exakt in der Größe der Original-Batterie ermittelt und dann versucht, die notwendige Zahl von Batterien (unter Berücksichtigung der Verlötung oder der Clips) unterzubringen. Die 9 Volt Blocks reichen für manche Radios mit wenig Anodenstrom-Bedarf durchaus aus. Natürlich sind die 4,5 Volt Batterien mit mehr Kapazität ausgestattet, passen aber nicht in alle Batterien hinein. Um den dynamischen Innenwiderstand der resultierenden Batterie gering zu halten, habe ich dann auch schon mal hinter dem Ein-und Ausschalter einen 100 uF-Elko parallel zur Anodenspannung geschaltet. Natürlich können auch kompakte 1,5 Volt Knopfzellen gestapelt werden, hier sind aber die mechanischen Halterungen mit den Kontaktgaben u.u. ein Problem. Der nächste Punkt: Batterien oder Akkus. Notwendiges Nachdenken über Nachlade-Möglichkeit. Nicht zu vernachlässigen ist die Notwendigkeit des sicheren und niederohmigen Kontaktes zwischen den Zellen und der nicht zu komplizierten Austauschbarkeit der Batterien. |
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37) Lautstärke läßt sich nicht auf Null drehen
Antwort: Mir fällt da ein Fehler ein, den ich vor Jahrzehnten schon mal hatte: Der Masse-Kontakt des Lautstärke-Potentiometers war nicht mehr gut. Das lag an der Nietöse zwischen Poti-Schleifbahn und Anschluß nach außen. Damals wurde einfach das Poti getauscht. Das wird heute so nicht mehr gehen (Ersatzteil-Probleme). Warum es nicht brüllend laut wird, wenn die Masse-Verbindung unterbrochen ist? Weil u.U. am Poti eine Anzapfung in der Nähe des Masse-Punktes vorhanden ist, und je nach Stellung des Schleifers die Masse-Funktion mit übernimmt. (Das ist der Anschluß für die gehöhrrichtige Höhenanpassung). Sollte eine Überprüfung und Nachbesserung der Nietung keinen Erfolg haben und nicht etwa nur der Masse-Anschluß fehlen oder die Schleifbahn unterbrochen sein, dann kann der Anschluß für die gehöhrichtige Anpassung als neue Masse genutzt werden, unter Verzicht auf diese Fähigkeit. Ich glaube nicht, daß eine Kontaktreinigung mit einem Spray helfen wird. |
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38) Ton kommt und geht langsam Antwort: Es könnte sein, daß die Röhre ECL86 im Heizkreis eine Unterbrechung ( Aussetzfehler) hat. Prüfe doch mal im abgedunkelten Zimmer die Röhre bei abgenommener Rückwand. Es müßen innerhalb der Röhre an zwei Stellen die beiden Glühfäden zu sehen sein. Ich vermute, daß einer oder beide Fäden plötzlich langsam dunkler werden und verlöschen und dann später wieder heller werden. In diesem Fall ist die Röhre zu ersetzen. |
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39) Teleskopantenne bleibt nicht senkrecht
Antwort: Eine Möglichkeit der Abhilfe, wenn sich die Schraube nicht fester ziehen läßt: Antenne ausbauen, dann einen stabilen Schraubenzieher in die Schraube einsetzen und die Antenne so auf einer Metallunterlage platzieren, daß mit einem Hammer ein gezielter Schlag auf den Schraubenzieher gegeben wird. Eventuell unter dem Austrittsende der Schraube ein Gegenkeil ansetzen. So wird die Antennenhalterung zum beweglichen Teil der Antenne etwas gestaucht und die Antenne sitzt fester. Weitere Informationen zu Radioantennen. |
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40) Skalenzeiger verdreht sich Antwort: Da fallen mir zuerst zwei Dinge ein: 1. Manche Skalenzeiger werden zusätzlich zwischen 2 Fang-Schnüren (meist durchsichtig) geführt und können so nicht wegschwingen. Diese Zusatzschnüre sind am andern (unteren) Ende des Zeigers geführt. Diese Schnüre können fehlen oder der Zeiger ist dort nicht eingehangen. 2. Wenn das Skalenseil bei einer Neuverlegung mehrfach um sich selbst verdreht wurde, kann es vorkommen, daß der Zeiger diesem Drall (Spin) folgen will. Da hilft nur Neuverlegung. Weitere informationen zu Skalenseilen. |
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41) Röhre CK1 wackelt |
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42) Wie finde ich die Stelle eines Aussetzfehlers?
Antwort: Aussetzfehler können schwierig zu finden sein. Aber so geht es am besten: VORSICHTIG klopfen, vielleicht mit einem Kugelschreiber mit Plastikkörper, wo vorher die Mine entnommen wurde. Je vorsichtiger und leichter geklopft wird an den verschiedenen Stellen des Radios (in Betrieb, die Sicherheitshinweise oben auf dieser Seite beachten!) desto besser ist die Störstelle einzukreisen. Wird zu stark geklopft, tritt der Aussetzfehler fast an jeder Klopfstelle auf. Zartes klöpfeln, das ist der Weg! |
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43) Milchiger Belag auf ECL11 Antwort: Mache Röhren hatten von innen u.a. einen milchigen Belag, der teilweise auch etwas ungleichmäßig war. Das ist kein Fehler. Es stimmt aber auch, daß Röhren, wenn sie Luft gezogen haben an der Bruchstelle innen etwas weißlich werden. Frage: Danke für die Info. Warum wurde denn die Milchglasschicht verwendet? Antwort: Zumindestens wurde bei der Röhre RV12P2000 versucht, durch das Milchglas (Sandstrahlung) parasitäre Streuungen der Elektronen am Glas zu reduzieren. Das wurde aber wohl bald wieder verworfen. Ob das der Grund z.B. auch bei der ECL11 war. kann ich nicht sagen, glaube es aber eigentlich nicht. Es hängt z.B. bei der ECL11 auch vom Hersteller ab, so habe ich eine von Tungsram (ohne), Telefunken (mit) Milchglas-Effekt. |
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44) Richtige Reparatur-Strategie Antwort: Für einige Fehler stellt quasi das Radio selbst die Prüfmöglichkeit bereit. Das NF-Teil ist so auch als Signalverfolger zu betrachten oder zumindestens die Endstufe, falls ein Fehler in der NF-Vorstufe vorliegt.
Zur Frage in welche Richtung: Immer von der Endstufe zum Antennen-Eingang. |
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45) Röhrenpüfung ohne Röhrenprüfer? Antwort: Man kann. Wenn nur ein Vielfachinstrument bereit steht, kann der Heizfaden ohmmäßig auf Durchgang getestet werden. Auch kann ein Kurzschluß zwischen Elektroden der Röhre festgestellt werden. Voraussetzung ist eine Röhren-Daten-Tabelle, aus der die Röhrenanschlüsse hervorgehen. Allerdings zeigen sich einige Kurz-oder Feinschlüsse erst unter Heiz-Erhitzung. Nun kann man sich für oft genutzte Röhren-Typen einen kleinen Heiztrafo besorgen (z.B. 230 - 6V für die E-Röhren-Serie) und die Röhre heizen, dann die Ohmmessung an den anderen Elektroden (die nicht innen verbunden sind) vornehmen. Es darf kein Durchgang geben. Eine Emissions-Messung läßt sich so aber kaum realisieren. Da gibt es auch hin und wieder im Internet Bauvorschläge für einfache Selbstbau-Prüfer. Aber es geht dabei auch folgendes: mit einer Anodenspannung von 27 Volt (drei 9 Volt-Batterien, + an Anode, - an Katode) kann man (wenn das (die) Steuergitter eines Systems an Masse kommt, eventuelle Schirmgitter an Anode und (falls gesondert schaltbar) das Fanggitter an Katode gelegt werden. In die Batterie-Leitung kommt dann ein Miliampere-Gleichstrom-Meter. Mit einer intakten Referenzröhre mißt man nun für maximal 10 Sekunden den angezeigten Strom. Dann kommt der Prüfling ran. Er muß mit einer Toleranz von nicht mehr als 20 % den gleichen Strom anzeigen. Wenn keine Vergleichsröhre vorhanden ist, kann zumindestens festgestellt werden, ob überhaupt eine Emission stattfindet. Bei diesem Simpelprinzip wird jede Röhre als Triode ohne Gittervorspannung geschaltet. Bei Dioden ist es noch einfacher, Spannung an Anode und Katode, Millivoltmeter dazwischen, messen. Ein einfacher Röhrenprüfer-Bastel-Tipp ist hier zu finden. |
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46) Drehkondensator verbogen Antwort: Da bist Du bestimmt nicht der Erste, dem das passiert ist. Das bekommt man aber wieder hinjustiert, solge sich nur Rotor-Platten (also der drehbare Teil) verbogen haben. Zuerst einen Papierstreifen finden, der gerade noch leichtgängig zwischen die Platten (reingedreht) paßt. Nun jeden Schlitz durchtesten, ob dort der Streifen sich frei bewegt. Klemmt er irgendwo fest, ist das eine nachzujustierende Stelle. Vorsichtig anbiegen. Nachtesten, usw. |
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47) Wima-Kondensatoren Antwort: es ist schon so, wie Du vermutest. Die sogenannte "Malzbonbon-Serie" (Tropidur) von Wima war damals Arbeits-Grundlage für ganze Generationen von Rundfunk- und Fernseh-Technikern. Auch ich habe in den Sechziger Jahren manchmal täglich an die 50 Wimas wegen tatsächlicher Schlüsse oder Feinschlüsse oder aus Vorsorge getauscht. Problematisch waren insbesondere diese "Malzbonbons". |
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48) Reparatur eines alten Sapir -TA |
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49) Endstufe quitscht Antwort: Dieses Radio hat eine getrennte Gitterspannungserzeugung im Netzteil. So werden die VCL11-Steuergitter davon auch mitversorgt. Nun kann es sein, daß einer der Sieb- und HF/NF-Abblockkondensatoren in diesem Vorspannungszweig Kapazitätsverlust haben. Im Schaltbild sehe ich da insbesondere einen 0,1 uF oder auch am Lautstärkepoti einen 10 uF und einen 0.2 uF, aber auch (kritisch) den 250 pf direkt am 1 K ohm-Schwingschutzwiderstand des Tetrodengitters der ECL11. Auch der Gegenkopplungszweig von der Anode der Tetrode könnte Ursache sein. |
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50) Siebdrossel unterbrochen. Antwort: Das geht sehr wohl, allerdings ist ein wenig Rechenarbeit notwendig, um den richtigen Widerstandwert und dessen Belastbarkeit zu ermitteln. Ich gehe davon aus, daß die Drossel nicht demontiert und bis zur Fehlerstelle abgewickelt werden soll, usw.) Als erstes muß der ungefähre durchschnittliche Gleichstrom durch die Drossel ermittelt werden. Grob genommen nimmt man den Anodengleichstrom der Endröhre und gibt 25 % zu. Das ist aber eine ungenaue Methode und nur sinnvoll, wenn der Strom durch alle Röhren schlecht ermittelt werden kann. So, nun bestimmt man, wieviel Gleichspannung die Drossel "vernichtet". Beispiel Spannungangabe im Schaltbild 300 V am Ladeelko und 250 V am Siebelko = 50 V. Als Strom nehmen wir 65 mA (0,065 A) R=U/I. 50/0,065 = 769 Ohm N=U*I 50*0,065 = 3,25 Watt Das ist, wie gesagt, eine grobe Wertermittlung, aber es geht so. Probieren, unter Kontrolle mindestens 1 Stunde laufen lassen und beobachten, ob sich der Widerstand selbst auslöten will oder sich verfärbt und prüfen, ob tatsächlich 50 Volt über den Widerstand abfallen. |
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51) Schrift auf Röhren weg Antwort: die längste von den 3 Röhren ist die EL84, die zweitlängste die EABC80, die kürzeste die EF89. Übrigens kann oft durch Anhauchen der Röhre und Betrachtung im Streiflicht die Beschriftung kurzzeitig lesbar gemacht werden. |
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52) Potentiometer sitzt fest Antwort: Ich würde, wenn es möglich ist, das Potentiometer ausbauen (Anschlüße merken oder aufzeichen). Ich glaube nicht, daß das Poti am Schleifkontakt festsitzt, sondern in der Lagerung der Poti-Achse zum Drehknopf. So, jetzt kann der erste Versuch mit einigen Tropen Kriechöl vorgenommen werden, während der Einwirkung feine Drehversuche in beide Richtungen machen. Reicht das nicht, mit einem Föhn (nicht Heissluftföhn) erwärmen und dabei immer mal wieder mit einigen Tropfen Kriechöl die Lagerung benetzen. Gegebenenfalls immer wiederholen, es geht auch mit Waschbenzin oder Petroleum. Dabei darauf achten, dass die Flüssigkeiten nicht an die Schleifbahn kommen. Dabei auch LEICHTE Versuche des Drehens der Achse mit einer Zange machen, LEICHTE Versuche. Sollte die Achse wieder frei kommen, mit Waschbenzin das alte Öl oder Fett unter Erwärmung auszuspülen. Aber Vorsicht, ganz ohne Gleitmittel, kann sich die Achse dann regelrecht festfressen. Wenn man ganz sicher gehen will, kann bei kritischen Fällen auch eine Demontage notwendig werden, um an die komplette Achse ranzukommen. Das verharzte Öl oder Fett kann so fest sitzen, daß eine Wäsche nicht ausreicht. Weitere Details. |
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53) Wie sprühe ich Kontakt-60 Gerade Tastensätze und Wellenschalter, aber auch Röhrenstifte
und Kontakte in Röhrenfassungen, Potentiometer, Drehkondensatoren
und sonstige Kontakte neigen je nach verwendeten Materialen zum Oxydieren.
Oxyd verhindert gute Kontaktgabe und täuscht echte Fehler vor.
Es kann sein, dass LW, MW, KW nicht funktioniert, aber UKW bestens.
Umgekehrt ist auch möglich, auch nur KW kann ausgefallen sein,
usw. Es gibt auch geeignete Sprays anderer Hersteller (z.B. Cramolin-Sprays).
Hier wird beispielhaft "Kontakt 60" beschrieben. Dieses Reinigungsprodukt
ist als "Familie" anzusehen. Kontakt 60 (Reiniger), Kontakt
WL (Fettreiniger und Rückstandbefreier), Kontakt 61 (Oxydationsschutz
und Schmierung). In der hier vorgestellten Reihenfolge anzuwenden. Gerät
vorher stromfrei machen und so aufstellen, dass überschüssiges
Spray nicht in die Schaltung laufen kann. Überschüssiges Spray
(wenn möglich) mit saugfähigem Papier aufnehmen. Gut austrocknen
lassen, zumindest 15-20 Minuten. Sicherheitshinweise dieses Forums beachten. Kontakte reinigen und konservieren gegen erneute Oberflächen-Oxydation. Ich glaube, den Königsweg gibt es nicht. Frage 10 Sammler und Du bekommst 12 Meinungen (ich übertreibe leicht). Es ist wohl so, dass verschiedene Materialien die als Isoliermasse die Kontakte halten, empfindlich gegen einige Reinigungsmittel sind. Auch gibt es unterschiedliche Materialien für die Kontakte selbst, die auch unterschiedlich auf die Spays und Tinkturen reagieren. Ich habe Philips-Radios der Sechziger Jahre gesehen, wo Kleinkondensatoren vom Spray zumindestens oberflächlich angelöst wurden. Bei Kontakten, die eine veredelte Metalloberfläche haben und diese Schicht schon durchgerieben ist, werden immer und ständig Krachelprobleme machen. Auch die anschliessende Oberflächenversieglung der Kontakte hat nicht dauernde Wirkung. Irgendwann kommt das Gekrache wieder. Es gibt bestimmt verschiedene Wahrheiten und richtige Strategien. Ich kann nur wieder mal MEIN Vorgehen beschreiben (in Kenntnis, dass man das auch anders machen kann): Ich versuche zuerst immer zu sehen, ob ich an Kontakte direkt rankomme. Wenn ja, versuche ich sie mit einem Papierstreifen mechanisch zu reinigen (in SEHR seltenen Fällen, bei starker Oxydation u.u. sogar mit einem Glaspinsel, wenn mir die Oberfläche der Kontakte dick genug erscheint. Alternativ (weil weniger agressiv) nutze ich auch gerne alte Post-Telefon-Kontakt-Reinigungs-Stäbchen mit Leder-Reibe-Flächen, das geht aber nicht bei Messer- oder Zangen-Kontakt-Typen. Erst nach der mechanischen Reinigung kommt dann die chemische Reinigung. Kommt man an die Kontakte nicht direkt heran und das ist ja oft der Fall (bei machen Geräten droht da ja eine Fasst-Demontage des Tastensatzes), wird es schon schwieriger. In diesen Fällen versuche ich zuerst mit Luft-Spray Kontakt 67 Staub und Flusen aus dem Tastensatz-Kontaktbereich zu "verjagen". Auch Kontakt 600 ist für viele Kontakte geeignet (das trocknet schneller ab und hinterläßt weniger Rückstände). |
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54) Der Netztrafo wird heiss und stinkt, Radio spielt aber. |
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55) Auf UKW lässt sich der Empfang nicht auf Kanalmitte sauber
einstellen |
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56) Wo kommt abegangener Draht hin? Antwort: in vielen Fällen "verrät" der Draht selbst, wo er hingehört. Der Draht hat durch die jahrelange Fixierung sozusagen seine Lage im "Gedächnis". Man muß sich ansehen wo der Draht hinwill. Ist vielleicht schwerer zu beschreiben als in der Realität erkennbar. Und an der vermuteten Abriß-Stelle kan man mit einer Lupe eigentlich immer den dort durchgetrennten Restdraht erkennen. |
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57) Kein UKW. Kann ich ohne Mess-Sender
feststellen, ob UKW oder ZF oder Demodulation defekt ist? Sinngemäss funktioniert dieser Test auch bei AM, also dem MW,
LW, KW-Bereich. Ist also auf AM nichts zu hören, aber auf UKW
alles ok, kann der ZF-Verstärker mit der HF-Brummprobe ebenfalls
getestet werden. Bei einem intakten Radio kann zum Vergleich auch mit der Gitter1-Probe (HF-Brummprobe) an der Mischröhre getestet werden, um sozusagen eine Normierung des zu erwartenden Geräusches herzustellen. Die hier beschriebe Methode ist eine "starke Waffe" im Kampf gegen Fehler im HF- oder ZF-Teil eines Radios, insbesondere wenn kein Mess-Sender vorhanden ist und alle Spannungen im normalen Bereich sind. Man sollte deshalb wirklich bei intakten Radios diese Prüfung vornehmen, um für sich Erfahrungen zu sammeln, wie es klingen muss. Mit einem Signalgeber (oft kleine Transistor-Multivibratoren, die von 1 KHz bis in den UKW-Bereich Oberwellen erzeugen) kann auch das prinzipielle Arbeiten vom ZF-Teil geprüft werden. |
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58) Wie zählen die Röhrenstifte bei der
EL84? |
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59) Wie erkenne ich Feinschlüsse bei Lager-Kondensatoren
? |
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60) Kann ein 50 Hz-Radio
an einem 60 Hz-Netz betrieben werden. Und umgekehrt?
Frage: In Europa ist das 50 Hz Stromnetz üblich.
Können Sie aber ein 50 Hz Radio an einem 60 Hz-Netz betreiben oder
umgekehrt? |
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61) Brummen, nur bei abgestimmten
AM-Sender
Fehlerbild: Ein Radio arbeitet auf UKW und Tonabnehmer einwandfrei. Auch im AM-Bereich, wenn nicht auf einen Sender abgestimmt ist, keine Probleme. Wird aber auf einem Sender abgestimmt, wird ein Brummen (Netzfrequenzbrummen) hörbar. Je stärker der Sender, desto lauter das Brummen. Abhilfe: In den meisten Fällen ist der HF-Abblock-Kondensator parallel zum Netz-Trockengleichrichter oder Netz-Röhrengleichrichter defekt. Ein typischer Wert dieses Kondensators: ca 1-5 nF. |
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62) Probleme mit Pertinax-Röhrenfassungen
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63) Probleme mit alten Elektrolyt-Kondensatoren. Achtung wichtig: Elektrolytkondensatoren haben eine Polarität. Ihr Pluspol muss mit der Plusspannung verbunden werden. Der Minuspol des Kondesators mit Minusspannung. KEINESFALLS UMGEKEHRT. Ein lauter Knall und Blitz mit einem Zerplatzen des Bechers könnte die Folge sein. Der Minuspol liegt fast immer dann am Gehäuse (Aluminiumbecher). Alte Netzteilelkos hatten oft ein Schraubgewinde, um sie auf dem Chassis sicher befestigen zu können. Die beiden Pole wurden getrennt mit Lötösen nach aussen geführt. Ausnahme: Nur der Pluspol hatte eine Lötöse, Minus musste mit einer Unterlegscheibe mit Lötöse verschraubt werden, das konnte unsicheren Kontakt bringen. Später kamen Elkos mit koaxialen Drahtanschlüssen hinzu. Auch radiale Drahtanschlüsse gab es. Der Minuspol ist auch oft an eine durchgezogenen Linie erkennbar. Die Spannungsangaben sind unbedingt zu beachten. Steht auf einem Elko 50 uF / 100 V darf er nicht an einer Spannung von z.B. 250 Volt betrieben werden. Am Elko darf keine reine Wechselspannung anliegen. Überlagerte Gleichspannungen (Spannungen die zwar schwanken, aber nicht ihre Polarität wechseln) sind aber erlaubt. Auch sehr kleine reine Wechselspannungen können u.U. genutzt werden, wenn deren Wert 5-10 % der angegebenen Gleichspannungfestigkeit des Kondensators nicht überschreitet. Beispiel: preiswerte Lautsprecherweichen. |
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64) Probleme mit alten elektrostatischen
Hochton-Lautsprechern.
Insbesondere in den Fünfziger Jahren wurden in Radios zur Verbesserung der Hochton-Abstrahlung oft elektrostatische Hochton-Flächenlautsprecher eingebaut. Gerade in den sogenannten 3D Raumklang-Geräten findet man diese Lautsprecher. Leider lassen einige von ihnen im Laufe der Jahrzehnte in ihrer Abstrahlleistung deutlich nach. Um sie noch weiter verwenden zu können: Zuerst sollten Sie prüfen, ob der Koppelkondensator zum Lautsprecher keinen Kapazitätsverlust hat oder einer der eventuell vorhandenen Vorwiderstände nicht hochohmig geworden ist. Mit einem Zusatz-Trafo (ein üblicher Lautsprecher-Ausgangsübertrager ist gut zu verwenden) können Sie vom niederohmigen Lautsprecher-Ausgang des Radios über einen 50 Ohm-Vorwiderstand auf die niederohmige Seite dieses Trafos einkoppeln. Die hochohmige Seite des Trafos legen Sie in Reihe mit dem Hochtöner. Probieren Sie dabei die richtige Polarität aus. Bedenken Sie, dass die hochohmige Seite Betriebs-Anodenspannung führen kann, also auf richtige Isolation achten. Der vermeintlich schwache Hochtöner wird wahrscheinlich wieder laut zu hören sein. |
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65) Wann muss ein Radio abgeglichen
werden?
Erfreulicherweise muss ein Radio-Oldtimer nur selten abgeglichen werden. Es gilt also zunächst: Finger weg von den Abgleichkernen, es sei denn, Sie sehen Abgleichspuren an den Filterkernen (Fixierwachs nicht mehr unberührt). Nur wenn Sie folgende Beobachtungen am Radio machen, ist ein Abgleich notwendig: 1. AM-Bereich. (Langwelle, Mittelwelle, Kurzwelle,
Drahtfunk). 2. FM-Bereich (UKW). 3. HF-Bereich (FM und AM). Abgleich: |
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66) Vorsicht beim Umgang mit Asbest in
alten Radios! So wurden beispielsweise Heizvorwiderstände oder Röhren, die dicht an einem Holzteil plaziert waren, oft mit Asbest wärmegeschirmt. Finden Sie Asbest im Gerät, gilt: Und: Überlegen Sie sich, ob sie solche Geräte mit Asbest heutzutage überhaupt noch in Wohnräumen lagern wollen. Sinngemäß gilt das auf für Radios mit URDOX-Widerständen. |
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67) Lautsprecher kratzt.
Kratzen hat seine Ursache entweder in einer Dejustage der Schwingspule im Magnetspalt oder im "Aufquellen" dieser Schwingspule im Magnetfeld. "Aufgequollene" Spulen kann man nicht nachjustieren. Es muss erst festgestellt werden, ob eine Dejustage der Schwingspule vorliegt Versuch: Während der Lautsprecher Musik oder Sprache so laut abstrahlt, dass das Kratzen hörbar wird, mit dem Zeigefinger den Rand der Membran am aüsseren Ende des Pappkonus an einer Stelle LEICHT nach aussen ziehen (nicht nach oben oder nach unten), danach LEICHT nach innen. Geht das Kratzen weg? Schritt für Schritt diesen Test an immer wieder neuen Stellen des äusseren Membran-Randes wiederholen, bis 360 Grad geprüft wurden. Ist eine Stelle gefunden, wo das Kratzen weg geht, mit Bleistift markieren. Ging das Kratzen durch Ziehen zum Rand weg? Ging das Kratzen durch Drücken zur Mitte der Membran
weg? Der Grund für diese Aktivitäen ist der Versuch die Schwingspule im Luftspalt der Magnetpole neu zu zentrieren, so dass sie frei vor- und zurückschwingen kann. Im Extremfall muss die Membran am Rand komplett (360 Grad) aufgeschnitten werden. Eine Position suchen, wo das Kratzen aufhört. Neu verkleben. Ist das Kratzen durch diesen Versuch nicht zu beseitigen, ist wahrscheinlich die Schwingspule aufgequollen und der Fehler lässt sich so nicht beheben |
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69) Welche Spannung und welchen Strom kann ein
unbekannter Selen-Netzgleichrichter verarbeiten? Was bedeuten die Angaben auf Selengleichrichtern: Man findet z.B.
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70) Kann ich eine Netzteil
Siebdrossel durch ein anderes Bauteil ersetzen?
Einige Radios verwenden im Netzteil eine Siebdrossel. Es gibt auch Radios, deren Lautsprecher elektrodynamisch sind. Hier wird die Siebdrossel gleichzeitig als Feldspule für die Lautsprecherwicklung genutzt. Wenn eine Siebdrossel nicht mehr zu beschaffen ist, kann diese durch einen belastbaren Widerstand ersetzt werden. Die Anodenspannung des Gerätes ist zwar etwas niederiger, aber das fällt eigentlich nicht auf. Beachten Sie bitte, dass der Widerstand eine Belastung von ca 6 Watt für ein Standard-Radio haben sollte. Widerstandwerte von ca 1-3 KOhm sind akzeptabel. Achten Sie darauf, dass über dem Widerstand nicht mehr als 20-25V abfällt. Beobachten Sie den Widerstand mindestens 1 Stunde während des ersten Betriebs. Er darf sich nicht verfärben oder qualmen! Ist ein elektrodynamischer Lautsprecher (mit Feldwicklung, die als Siebdrossel genutzt wird) defekt und nicht mehr zu beschaffen, ersetzen Sie ihn durch einen permanentdynamischen Typ. Ersetzen Sie seine Feldwicklung durch den oben beschrieben Widerstand. |
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71) Spannungs-Angaben in Schaltbildern |
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72) Alte 220 V Radios an modernen 230
V-Stromnetzen Haben Sie ein Radio mit einstellbarern 240 Volt, können Sie diese Spannung an 230 Volt nutzen. Es gibt hier hin und wieder die Ansicht, daß Unterspannungen (und damit auch zu geringe Heizspannungen) Röhren schädigen können. Ich sehe das zumindest für die meisten Röhren nicht so streng. Ich habe sogar jahrelang ein Radio in Stellung 240 Volt an 220 Volt betrieben und es nicht bemerkt - ohne Folgen! |
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73) Probleme durch Staub
Viele alte Radios haben im Inneren des Gerätes eine dicke Staubschicht. Nehmen Sie ein solches Radio erst nach gründlicher Reinigung in Betrieb. Entfernern Sie mit Staubsauger und Pinsel VORSICHTIG den Staub. Beschädigen Sie dabei nicht das Skalenseil, die Skalenscheibe. Reissen Sie dabei auch nicht dünne Drähte ab. Passen Sie auf die Röhren auf. Alte Schaubschichten können Kurzschlüsse auslösen und sogar zu Bränden führen |
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74) Was bedeutet F, M,
MT, T auf deutschen Sicherungen? Was sind Schaltleistungen?
Auf deutschen Feinsicherungen für Radios sind oft folgende Buchstaben zu sehen: F = Flink Damit ist die Ansprechschnelligkeit der Sicherung definiert. Schaltleistungen: Viele Feinsicherungen haben noch Schaltleistungsangaben. Z.B.: B und C (ohne Sand) oder D und E (mit Sand) und E (Porzellan?). Damit wird festgelegt, bis zu wieviel Kurzschlußstrom noch wirklich getrennt wird, ohne daß ein "Zuschmelzen" über Lichtbogen auftreten wird. Für G-Schmelzsicherungseinsätze (5*20mm): --- bei 250V~: B=50Amp.; C=80Amp.; D=300Amp.; E=1000Amp.; G=1500Amp. --- bei 250V=: B=12,5Amp.; C=20Amp.; D=75Amp.; E=250Amp.; G=750Amp.
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76) Röhren-Positionen. |
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78) Warum Sie alte Röhrenradios nicht
ohne Aufsicht betreiben sollten! |
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79) Können unipolare Kondensatoren
falsch herum eingebaut werden? |
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80) Alle "Schrauben" festziehen? |
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81) Reparatur eines Radios ohne Schaltbild? |
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82) Altes Radio gekauft? Prüfen
Sie die Einstellung des Spannungswühlers (wenn vorhanden). |
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83) Auswechseln von Röhren (Herausziehen
und einsetzen) Bevor eine Röhre herausgezogen werden kann, sollte sie Zimmertemperatur haben. Werden mehrere Röhren herausgenommen, Notizen über die Stelle (Fassung) machen, wo sie entnommen wurde und ihre Typenbezeichung mit dazuschreiben. Eine Typenbezeichnung ist z.B: EL84, ECC83, EF80 usw. Nicht aber eine eventuelle Chargen-Nummer wie "315" usw. Im Zweifel alles aufschreiben. Eigentlich passt eine Röhre in die dazugehörige Fassung nur in DER richtigen Position der Kontaktstifte hinein. Eigentlich, denn es gibt sehr frühre Röhren mit bananensteckerartigen Kontakten , die bei Unkonzentriertheit mit leichten Kraftaufwand falsch gesteckt werden können, ist jedenfalls schon vorgekommen. Bei diesen Typen ist besondere Vorsicht geboten. Beispiel REN904. Einige ältere Röhren haben oben eine Kontaktkappe (z.B. VF7). Hier steckt eine zumeist abgeschirmte Anschlussklemme drauf. Hier ist beim Abziehen dieser Kappe besondere Vorsicht geboten. Es kann sich leicht der alte Klebekitt lösen, dann hängt die Anschlusskappe nur nur am Draht. Wiederum andere Röhren haben an der Seite kleine Schraubklemmen zur Aufnahme einer Abschirmanschlusses. Hier ist ebenfalls Vorsicht geboten. Viele alte Röhren haben bronze- oder silber- oder grauschwarze Beschichtungen zur Abschirmung. Die alten Schichten lösen sich heutzutage leider oft leicht ab. Nun Sie wissen schon: Vorsicht, nicht anfassen. Reine Glasröhren fasst man dicht unten am Röhrenfuss nur mit den Fingern an und zieht mit leichtem schwingenden Zug bis die Röhre raus ist. NIEMALS fasst man reine Glasröhren oben an dem kleine Luftabsaugstutzen an. Diese Vollglasröhren haben dünne Kontaktstifte, die sich teilweise leicht verbiegen lassen, insbesondere die 7 Stifttypen (wie z.B. EL95), aber auch die 9 Stifttypen (wie z.B. EL84). Hier muss am der Fassung die zum Sockel passende Lücke gesucht werden. Andere Vollglastypen, wie z.B. EL41 haben einen kleinen Glasnippel an der Seite. Nur so passt sie unverwechselbar in die Fassung. Die 7-poligen und 9-poligen Stiftkontaktröhren geben manchmal in den Fassungen keinen guten Kontakt. Man kann diese Stifte - Sie wissen schon - VORSICHT dejustieren. Es geht hier um einige 10 / tel Milimeter, dann stecken diese Röhren kontaktsicherer in der Fassung. Glasröhren mit Plastik (zumeist Bakelit) - Sockel, kann aber auch Metall sein, fasst man zum Herausziehen IMMER nur an diesem Nichtglasbereich an. Sollte die Röhre so nicht herauskommen wollen, kann man auch VORSICHTG mit einem kleinen Schraubenzieher beim gemeinsamen wiegenden Ziehen beider Hände mithebeln, ich sagte VORSICHTIG. An anderer Stelle wird beschrieben, wie lockere Röhren in den Sockeln nachgeklebt werden können. |
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84) Keine Reparatur ohne angeschlossenen Lautsprecher |
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85) Magnetismus-Verlust
bei alten Kopfhörern und Freischwinger-Lautsprechern
Alte Kopfhörer verlieren ihren Magnetismus. Dadurch werden diese Kopfhörer immer leiser. Wenn ein Kopfhörer bei abgeschraubter Abdeckung die Metall-Membran nicht mehr festhalten kann, ist der Magnetismus zu gering. Abhilfe: |
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86) Alte Sicherungen und Sicherungs-Halter |
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Lautsprecher von alten Radios zerren oft oder sind defekt. Beim Austausch ist zu beachten: Diese alten Lautsprecher haben harte Membranaufhüngungen. Moderne Lautsprecher sind fast immer für den Einbau in geschlossene Boxen gebaut. Die Membran-Aufhängungen dieser Lautsprecher sind weich. Die modernen Lautsprecher würden im Radio zu stark ausschwingen. Starkes Zerren wäre die Folge. Sie müssen deshalb Lautsprecher mit harter Membran-Aufhängung einbauen. Der Lautsprecher muss genau in das Loch der Lautsprecherwand passen. Eventuell eine Holzmaske herstellen. Alte europüische permanent-dynamische Lautsprecher haben 5 Ohm Impedanz. Moderne Lautsprecher haben 4-8 Ohm. Ein Austausch ist möglich. Sie können alte Freischwinger-Lautsprecher nicht gegen permanent-dynamische Lautsprecher austauschen. Die Impedanz ist nicht kompatibel. Es müsste ein Impedanz-Transformator eingebaut werden. |
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88) Austausch von Widerständen
und Kondensatoren
Beim Austausch von defekten Widerständen ist folgendes zu beachten:
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89) Kurzschlüsse bei alten Kondensatoren |
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90) Chassis-Aus- und Wiedereinbau
Bevor Sie ein Chassis aus dem Gehäuse nehmen: Zu kurze Leitungen verlängern und / oder die Leitungen ablöten, Anschlussbelegung notieren. Die Skalenscheibe ständig im Auge behalten (Glassbruch droht). Drehen Sie den Kondensator voll ein. So können nicht aus Versehen die Rotor-Platten verbogen werden. Das gilt umgekehrt auch für den Wiedereinbau des Chassis. Ferritantennen und Skalenseilzug ständig im Auge behalten. Unterleg-Gummis und Unterlegscheiben sichern. Auf Leitung zu eventuell vorhandenen Bodenabschirmungen achten. |
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91) Luftdrehkondensatoren reparieren.
Ölen-Fetten: Ölen Sie die Achsen und Lager des Drehkondensators vorsichtig mit einem guten süurefreiem Öloder Fett. Restliches Öl oder Fett entfernen Sie danach wieder. Altes verharztes Öl oder Fett ist besser zuvor zu entfernen. Weitere Details. Justage verbogener Platten: Die beiden Kontakte des Luftdrehkos mit einem Ohm-Meter verbinden, Drehko durchdrehen und Kurzschluss-Stellungen aufspüren. Mit einer Lupenbrille seitlich in die Zwischenräume zwischen Rotor- und Statorplatten blicken und die Berührungsstellen suchen. mit einem feinen Uhrmacher-Schlitzschraubenzieher justieren, Ohmmeter beachten. Es wird unter Praktikern immer wieder das "Ausbrennen" eines Schlusses mit einer 25 Watt-Glühbirne in Reihe mit dem Stromnetz empfohlen. Das kann funktionieren oder die Blätter für immer verschweissen. Ich rate also davon ab. Die Kontakte des Rotors mit einem Kontakt-Spray-Familie behandeln. Einige Drehkondensatoren können auch an den Lagerstellen der Achsen justiert werden. Vorsicht. |
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92) Zuwenig NF-Leistung.
Tiefe Frequenzen fehlen
Fehler: Zuwenig NF-Leistung. Tiefe Frequenzen fehlen. Ursache: Der Elektrolyt-Kondensator parallel zum Kathoden-Widerstand der NF-Endröhre hat keine Kapazität mehr. Dieser Kathodenwiderstand erzeugt ja die Gittervorspannung dieser Röhre. Die Kathode wird gegenüber dem Steuergitter positiver. Umgekehrt ist folgt daraus, dass das Steuergitter negativer zu Kathode wird und somit günstig in der Kennlinie der Röhre zur Übertragung von NF-Signalen liegt. Allerdings würde der Widerstand den Wechselstrom durch die Röhre dämpfen, deshalb wird der Kathodenwiderstand mit einem Kondensator überbrückt.
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93) Leichtes Zerren auf
allen Bereichen
Fehler: Das Radio verzerrt leicht auf allen Bereichen. Ursache: Oft ist der Kondensator zwischen NF-Vorstufe und NF-Endstufe defekt. So kommt die positive Spannung der Anode (Vorröhre) an das Gitter 1 der Endstufen-Röhre. Messung: Zwischen Gitter 1und Masse der Endstufen-Röhre liegen 0 Volt oder 1-3 Volt +. Normal- Wert - 3 bis - 8 Volt. Erneuern Sie diesen Kondensator
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94) Knöpfe und Schrauben
Wenn Sie Drehknöpfe zur Restauration entfernen oder Schrauben lösen und dann wieder anbringen: Drehen Sie nie die Schrauben zu fest an. Das Plastik oder das Bakelit könnten brechen. Madenschrauben können beim Lösen oder festziehen schnell am Schlitz abbrechen. Setzen Sie den Schraubenzieher sorgfältig an, damit er nicht abrutscht. Sie müssen erspüren, wenn eine Schraubbewegung kritisch wird. Manchmal reicht es den Schraubenzieher mit Kältespay abzukühlen und die somit etwas Kälte in die Schraube zu leiten. Die zieht sich ein wenig zusammen und gleitet dann besser im Gewindegang. |
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95) Skalenscheiben
Skalenscheiben von alten Radios sind sehr empfindlich. Reinigen Sie nie Skalenscheiben auf der bedruckten Seite. Die Bedruckung ist immer innen. Niemals mit Wasser waschen. Eine verschmutzte Rückseite ist immer noch besser, als eine Scheibe mit abgegangender Farbe. Skalen-Scheiben können während der Reparatur eines Radio brechen. Bauen Sie lieber die Skalenscheibe während der Reparatur aus. Die Scheibe in einen Schutz-Karton legen. Beim Wiedereinbau die Schrauben nicht zu fest anziehen. Gebrochene Glasscheiben nur mit speziellen Glas-Kleber reparieren. |
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96) Skalenseil
Skalenseile alter Radios sind sehr empfindlich. Sie reissen leicht. Machen Sie sich eine Skizze von Seilen, die noch in Ordnung sind. Ist ein Seil gerissen, nicht sofort entfernen! Erst eine Skizze herstellen. Damit haben Sie eine Vorlage für das Neuauflegen des Seils. Fetten oder ölen Sie nie Skalenseil. Umlenkrollen sehr sorgfältig ölen, damit kein Öl an das Seil kommt. |
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97) Formierung von alten
Elkos
Netzteil-Elkos verlieren u.U. ihre Formierung (damit ist nicht die Kapazität gemeint) , wenn sie lange nicht in Gebrauch waren. Sie bilden dann bei der ersten Wiederinbetriebnahme des Radios einen Kurzschluss oder formieren sich falsch herum. Deshalb sollten solche Elkos vorher mit dem Ohm-Meter geprüft werden. Dazu sind die Anschlussleitungen des Elkos abzulöten. Dann wird das Ohmmeter zwischen Plus und Minus gelegt. Bei Becherelkos ist am Gehäuse immer Minus. Es ist vorher noch festzustellen, welche Polarität des Ohmmeters an seinen Anschlussleitungen liegt. Das kann mit einem Voltvolter gemacht werden. Der + Pol des Ohmmeters kommt an den + Pol des Kondensators, sinngemäss Minus an Minus. Das Ohmmeter darf im 10-100 KOhm- Bereich nur kurz ausschlagen und dann langsam einen Ohmwert von mehr als 500 kOhm anzeigen. Bleibt der Ohmwert nach mehr als 20 Sekunden unter 250 kOhm, muss der Kondensator formiert werden. Mit zwei in Reihe geschalteten 9-Volt-Batterien (Blocks) kann ebenfalls gefahrlos formiert werden: Minus dieser Quelle kommt an Minus des Kondensators. Plus der Quelle kommt über einen Widerstand von 100 kOhm (2W) an den Plus-Pol des Kondensators. Einige Stunden formieren. Dann die Leitungen zur Gleichspannungsquelle entfernen. Den Kondensator mit einem 2 kOhm- Widerstand (1/4W) überbrücken (entladen)! Nun mit dem Ohmmeter (wie oben beschrieben) die Messung wiederholen. Gegebenenfalls die Formierung wiederholen. ---------------------------- Nach der Formierung und Inbetriebnahme des Elkos die Temperatur des Elkos sofort überwachen. Er darf bestenfalls leicht handwarm werden. Eigentlich dürfte aber in den ersten 15 Minuten KEINE Erwärmung feststellbar sein. |
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Alte Lautsprecher-Bespannstoffe sind oft schmutzig oder verstaubt. Trotzdem sollte man es genau überlegen, ob die Stoffe gereinigt werden oder nicht. Die alten Stoffe sind sehr empfindlich. Ein Abnehmen des Stoffes ist gefährlich, da diese Stoffe oft mit dem Gehäuse verklebt sind und beim Entfernen reissen. Es gibt Geräte, wo der verwendete Kleber wasserlöslich ist. Aber Achtung, das ist nicht bei allen Stoffen so. Es ist in einigen Fällen möglich, Stoff und Holz vorsichtig mit Wasser oder Alkohol einzuweichen, bis der Stoff loskommt (feuergefährlich). Dieses feuchte Behandeln ist und bleibt risikoreich, löst sich nämlich der Stoff dabei nicht, kann es vorkommen, daß der Stoff sich beim Antrocken zu sehr spannt und reißt. Hat sich der Stoff gelöst und wurde Alkohol zum anfeuchten benutzt, kann dieser auch zum Reinigungsspülen genutzt werden. Auch haben sich echte flüssige Feinwaschmittel in vielen Fällen bewährt, sanfte Handwäsche ist ein MUSS. Nach dem gründlichen Austrocknen auf einem Handtuch (vielleicht unter mildem Spannen oder Nutzung eines Bügeleisens mit Dampfdusche) nach dem Reinigen den Stoff glatt wieder aufbringen. U. U. mit wasserlöslichem Kleber punktuell fixieren. Ist der Stoff gerissen oder sehr schmutzig, ist es besser neuen Stoff anzubringen. Neuer Stoff, auch wenn er anders aussieht ist immer noch besser als alter beschädigter Stoff. Diese Ersatzstoffe sind schwer zu beschaffen. Der Ersatzstoff muß aber schalldurchlässig sein, am besten eine laute Sprechprobe dicht am Mund durch den Stoff machen. Für meinen Bedarf steht mir erfreulicherweise noch ein kleine Auswahl zur Verfügung. |
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100) Auf UKW leichtes zerren zu hören |
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101) ECLL800. Ersatztypen und prüfen von
Gebrauchtware. Wer sich auf Trödelmärkten oder Sammlertreffen mit Ersatz eindecken will, sollte über meinen Bauvorschlag für einen speziellen portablen ECL800-Röhrenprüfer nachdenken. Besonders ist auch auf gewisses sogenanntes "Luftziehen" der ECLL800 zu achten. Die betroffenen Röhren neigen dabei zu einem bläulichen Leuchten und zeigen u.U. auch eine Verfärbung der Getterstellen. |
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102) Warum gehen alte Radios so "schnell"
kaputt? Die Geräteentwickler haben sicher nicht für Jahrzehnte Lebendsdauer geplant. Ein Radio von damals wurde bestenfalls für ca. 10 Jahre geplant (vielleicht 20 Jahre), aber wir haben jetzt Radios, die durchaus 80 Jahre alt sein können. Die Bauteile trocknen aus, verspröden, verharzen, oxydieren, usw. Im Gerät liegen an Bauteilen bis zu 350 Volt Spannung an und belasten Isolierungen. Röhren und Skalenbirnen sind per Definition Verbrauchsartikel. Kontaktsätze "wollen" oxydieren und kracheln. Deshalb gehen alte Radios so "schnell" kaputt. Wenn wir ehrlich sind, müssen wir zugeben, dass kaum einer unserer Oldtimer wirklich fehlerfrei ist. Kontaktprobleme zumindest hat er immer oder nur kurzzeitig nach einer immer wieder notwendigen Kontaktpflege nicht. In diesem Kompendium wird auf diese Dinge immer wieder hingewiesen. Der Rat, einen Oldtimer nicht ohne Überwachung laufen zu lassen, kommt nicht von Ungefähr. |
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103) Allstrom-, Gleichstrom-, Wechselstrom-Geräte
für welche Stromnetze? Gleichstrom: Es wurden Geräte gebaut die NUR an Gleichstromnetzen betrieben werden konnten. Das waren die Gleichströmer. An der Geräterückseite wird das oft mit dem Wort "Gleichstrom" oder "Nur für Gleichstrom" oder "Nur "Gleichspannung" oder auch nur einem Strich "-" (wie das Minuszeichen) deklariert. Diese Geräte dürfen NIEMALS am Wechselstromnetz angeschlossen werden. Oft hatten diese Netze nur 110 Volt. Wird ein Gleichstromgerät "falsch" herum in die Steckdose eines Gleichstromnetzes gesteckt, passiert nichts. Es gibt nur keinen Empfang. Es soll bis Ende der Sechziger Jahre noch vereinzelte Gleichstrom-110V-Netze in Deutschland gegeben haben. Heutzutage gibt es keine solchen Netze mehr. Im PKW gibt aber noch quasi ein kleines 12 Volt-Gleichstromnetz. Wechselstrom: Modernere Netze wurden und werden mit Wechselspannung (in Deutschland mit 50 Hz) betrieben. Radios hierfür sind zumeist mit einem Transformator ausgerüstet. Auf der Rückwand steht z.B. "Wechselspannung" oder "Wechselstrom" oder "nur für Wechselstrom", usw. Eine liegende Schlange "~" (auch übereinander doppelt) kann ebenfalls ein Hinweis sein. Wechselstromgeräte dürfen NIEMALS an Gleichstromnetze angeschlossen werden. Allstrom: Diese Geräte können sowohl an Gleichstrom- wie auch an Wechselstromnetzen betrieben werden. Auf der Rückwand gibt es Hinweise wie: "Allstrom" oder "Für Gleich- und Wechselstrom", usw. Symbolisiert wird das durch ein horizontalen Strich "-" über der Schlangenlinie "~". Wird ein Allstromstromgerät "falsch" herum in die Steckdose eines Gleichstromnetzes gesteckt, passiert nichts. Es gibt nur keinen Empfang. Das wahrscheinlich letzte Allstromradio wurde mit der Philips Philitina I Box19U im Jahr 1963 in der Bundesrepublik angeboten. Allströmer und Gleichströmer haben immer galvanischen Kontakt zum Stromnetz, dadurch gibt es Sicherheitsprobleme. Als Beispiel wird hier die sogenannte "Netzantenne" genannt. Dabei wird über einen Kondensator das Stromnetz als "Antenne" genutzt. Schlägt dieser Kondensator durch, kann es gefährlich werden. |
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104) Allstromröhren, Serienheizung In diese Serienkreise wurden auch die Skalenbirnchen integriert. Für die U-Röhren zumeist die 18V / 0,1 A-Typen. Einschaltstromstösse der im kalten Zustand sehr niederohmigen Heizfadenwiderstände wurden mit temperaturabhängigen Vorwiderständen (z.B. Urdoxwiderständen) kompensiert. Bei sehr preiswerten Geräten wurde allerdings auf Kosten der Lebensdauer der Röhren auf diese Heissleiter verzichtet. Man ging dabei davon aus, dass ein Heizvorwiderstand an sich den Einschaltstromstoss bremsen würde. Wenn sich eine günstige Kombination von einem relativ hochohmingen Vorwiderstand und wenigen Röhren ergibt, ist eine Stromstossbegrenzung weniger notwendig. In der Praxis war der Heizkreis aber komplizierter aufgebaut. Ein typischer Heizkreis für die Philips Philetta BD273U bildete sich beispielsweise aus den Röhren UCC85 (26V), UCH81 (19V), UF89 (12,6V), UBC80 (19V), UL84 (45V), UY85 (38V), zwei Skalenbirnen in Reihe a 12 V / 0,1A. Daraus ergibt sich eine theoretische Gesamtspannung von 183,6 Volt. Das würde für eine der beiden Betriebsspannungen des Radios (220V) mit einem zusätzlichen Vorwiderstand ausreichen, nicht mehr für 110 Volt. Also wurde der Heizkreis in Abhängigkeit der gewählten Betriebsspannung geteilt. Es wurden weiter zwei temperaturabhängige Widerstände (R5 und R6) eingebaut und mit einem Widerstandsnetzwerk verknüpft. Mittels eines Schaltes und einer Umklemmung konnte also die Netzspannung geändert werden. Die Skalenbirnern waren Bestandteil des Heizkreises, fiel eine aus, änderte (veringerte) sich die Versorgungsspannung des Teilheizkreises.
Die alten Urdox-Heissleiter lassen sich nur schwer mit modernen Bauteilen im Reparaturfall ersetzen. Moderne gut erhältliche Heissleiter treffen selten die benötigte Kalt/Heiss-Widerstandskombination. Darüberhinaus wurden auch Eisenwasserstoffwiderstände zur Kompensation von Netzspannungsschwankungen eingesetzt. |
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105) Potentiometer: Anzapfungen / Gehörrichtige
Anzapfung / Linear - Logarithmisch / Stereo / Trimmer
Folgende Bautypen kamen zum Einsatz:
Üblich waren 6 - oder 4 mm -Achsentypen. Für Stereogeräte gab es Doppelpotentiometer (Lautstärkeregelung). Dabei wurden mit einer gemeinsamen Achse beide Widerstandsstrecken synchron eingestellt. Bei anderen Doppelpoti-Typen war auf einer scheinbar gemeinsamen Achse über die vorn aufgeschraubten Bedienknöpfe zwei Widerstandsbahnen getrennt einstellbar. Anwendung: z.B. Höhen / Tiefenregeleung. Das menschliche Ohr hört bei geringen Lautstärken tiefe Frequenzen im Vergleich zu hohen Frequenzen schlechter. Die frequenzabhängige Lautstärkeregelung oder gehörrichtige Lautstärkeregelung konnte das kompensieren. Wird ein Lautstärkeeinsteller (früher nannte man sie Lautstärkeregler, obwohl sie nichts regelten, sondern nur etwas stellen konnten) im unteren Viertel (von Masse aus gesehen) eingestellt und verfügt das Lautstärkepotentiometer über eine Anzapfung, kann hier eine Reihenschaltung eines Widerstandes und eines Kondensators nach Masse (Zeitkonstante) angeschlossen werden. Die Höhen werden in diesem Bereich bedämpft. Für das Ohr werden also die Tiefen scheinbar etwas angehoben. Übrigens hatten die Lautstärkepotentiometer eine logarithmische Widerstandstrecke, der Widerstandswert änderte sich nicht linear. Solche logarithmischen Potentiometer mit Anzapfung sind heute neu kaum noch zu beschaffen. Wird ein lineares Poti ohne Anzapfung als Ersatz verwendet, ändert sich das Einstellverhalten deutlich. Tonblendenpotentiometer waren linaer aufgebaut.
Bevor ein altes Potentiometer ersetzt werden muss, sollte geprüft werden, ob eine Reparatur möglich ist. Die alten Typen sind kaum noch zu bekommen. Mit etwas Geschick können die Potigehäuse geöffnet werden. Ein Ausbau ist aber dafür meist notwendig. So kommt man an die Achsen zum Ölen heran, kann Nietprobleme an den Übergangsstellen Kontakt - Schleifbahn beheben, Bahnunterbrechungen mit Leitlack umgehen, Wakos beseitigen, Fehlende Schleifer-Kontaktgeber aus Restbeständen ersetzen, usw. Sinnvoll istdabei die genaue Aufzeichnung der Leitungsanschlüsse. In einzelnen Fällen kann es auch helfen, mit Leitlack (stromleitend) schlechte Nietübergänge von den Potianschlüssen zur Schleifbahn die Unterbrechung aufzuheben. Es leichtes Nachschlagen der oft eingesetzen Nieten an den Kontaktübergabestellen kann helfen. Die kleinen Kontaktstellen-Einsätze, die den Kontakt von der Schleifbahn zur variablen Abnahmestelle sicherstellen, können verbraucht sein. Vielleicht kann man sie durch einen Ersatz aus einem anderem Poti reparieren. |
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106) Warum gibt es im Netzteil manchmal
Zweiwegleichrichter?
Einweggleichrichter lassen nur eine Halbwelle der Wechselstrom-Sinus-Vollschwingung durch. Dadurch fliesst während der Hälfte der Zeit kein Strom. Am Ausgang des Gleichrichters steht also nur zur Hälfte der Zeit eine Spannung an (pulsierende Gleichspannung). Der Ladeelko und die Siebdrossel oder der Siebwiderstand und der folgende Siebelko glätten zwar diese Ungleichmässigkeit, aber es bleibt ein geringes Restbrummen von 50 Hz übrig. Wird dagegen eine Doppelgleichrichtung verwendet, wird jede Halbwelle der Wechselstromschwingung genutzt, es liegen pro Vollschwingung von 50 Hz ZWEI Halbwellen gleicher Polarität am Ladeelko. Das ergibt quasi 100 Hz. Bei 100 Hz hat aber die Siebkette (Ladeelko, Siebdrossel oder Siebwiderstand, Siebelko) eine höhere Wirkung. Das Ergebnis ist ein wesentlich weniger pulsierender Gleichstrom (Gleichspannung) mit einem deutlich geringeren Restbrummanteil. |
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107) Austausch von seltenen Germaniumdioden und
Germaniumtransistoren |
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108) Lötkolben, löten Ein guter Lötkolben in der Radiowelt hat eine geringe Leistung um ca 20-30 Watt, ist in der Hitze regelbar (einstellbar), ist elektrisch geerdet und hat eine kleine verzundergeminderte austauschbare Spitze. Als Lot darf nur "Lötzinn" mit integriertem säurefreien Lötverbesserer zum Einsatz kommen. Heutiges Lötzinn hat eine höhere Schmelztemperatur, alte Bauteile werden also temperaturmässig stärker belastet. Beim eigentlichen Löten werden erst beide zu verbindende Metallteile vorverzinnt. Die eigentliche Lötung muss schnell und trotzdem ausreichend erhitzend vor sich gehen.Wenig, aber ausreichend, kurz und konsequent löten. Der Lötverbesserer in dem Lötzinn verdampft schnell und die Verlötung ist dann nicht mehr stabil und dauerhaft. Lötklumpen und Kleckse zeigen den Laien. Die Oberfläche der Lötstelle soll nach dem Löten glatt und "sauber" erscheinen. Löttropfen und Lötverbesserertropfen sind sofort aus dem Radio zu entfernen. Am Ende der Lötung dem Material verwacklungsfrei genügend Zeit zum Abkühlen geben. Nach dem Löten ist die Lötspitze mittels Wasserschwämmchen
sofort zu reinigen. Beginnt sich die Lötspitze aufzulösen
(an einer unklaren Oberfläche zu erkennen) muss sie getauscht werden. |
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109) Volksempfänger VE301W brummt Diese Aufstellung geht von einem Netzbrummen oder unbestimmbaren Brummen aus, während das Gerät aber ansonsten funktioniert. Beachten Sie auch bitte, dass der VE301W ein gewisses leises Restbrummen ( 2-5 % der Zimmerlautstärke) schon immer hatte. Die Kapazitäten der Siebkette im Netzteil ist eben etwas knapp bemessen. Wenn Sie ein Voltmeter haben, sollten Sie folgende Spannungen messen, um eine Übersicht zu gewinnen. Fliesst aus irgendeinem Grund zu viel Strom über das Netzteil, wird das Brummen auch lauter. Kein Sender eingestellt, Rückkopplung pfeift nicht, keine Antenne, keine Erde. Die Spannungen werden bei einem modernen Digi-Meter ca 10-15 % höher sein. Die Spannungen werden gegen E (Erde) gemessen.
Es könnte sein, dass das Brummen gar kein Netzbrummen, sondern eine HF- oder NF-Einstrahlung ist. Solche Einstrahlungen sind zumeist in ihrem Ton strukturierter (schnarrender) als ein reiner 50 Hz-Ton. In Frage kommen elektrische Geräte in der Nähe des Radios (Fernseher, Computer, WLAN, drahtloses Telefon, FAX-Gerät und und und. Kümmern wir uns zuerst um reines Netzbrummen: Erster Schritt: Entbrummer. Ist der Entbrummer (100 Ohm) richtig eingestellt? Man kann diesen Trimmer auf Brumm-Minimum einstellen. Das gelingt aber nicht immer. Ausserdem wurde der Trimmer später aus Kostengründen durch Festwiderstände mit Anzapfung ersetzt. Mit einem Trimmer lässt sich das Brummen besser kompensieren. In den meisten Fällen wird bei starkem 50 Hz - Netzbrummen
einer der beiden (oder beide) Kondensatoren im Netzteil (Ladekondensator
2 uF und Siebkondensator 4 uF) Kapazitätsverlust haben.
Achtung: Die original eingebauten
Kondensatoren sind KEINE Elektrolytkondensatoren! Wie prüfe
ich den Kapazitätsverlust? Ein Elektrolykondensator mit ca. 4-10
uF und ausreichender Spannungsfestigkeit von ca. 350 Volt wird mit richtiger
Polarität testweise zusätzlich angeschlossen. Dabei gilt:
Beim Ladekondensator 2 uF: Prüf-Kondensator parallel zum
2 uF, Minus an die korrespondierende Seite des 700 Ohm-Widerstandes,
die Plus-Seite an die richtige Seite des 3000-Ohm-Siebwiderstandes.
Beim Sieb-Kondensator 4 uF: Prüf-Kondensator parallel zum
2 uF, Minus an die korrespondierende Seite des 700 Ohm-Widerstandes,
die Plus-Seite an die richtige Seite des 3000-Ohm-Siebwiderstandes.
Ist das Brummen weg, werden die Prüfkondensatoren fest eingebaut.
Ist das Brummen immer noch da? Jede der Röhren kann das Brummen ebenfalls verursachen: Deshalb wird jetzt die Audionröher REN904 gezogen und das Gerät in Betrieb genommen. Ist das Brummen jetzt weg? Dann dürfte diese Röhre einen Fehler haben. Es könnte aber auch ein Fehler an der Kombination 2 MOhm und 100 cm vorliegen (falscher früherer Austausch oder Feinschluss des 100 cm Kondensators. Das Rückkopplungspfeifen muss sich sicher wegdrehen lassen. Schwingt die Audionstufe und / oder die Lautsprecherverstärkerstufe, kann ebenfalls ein Brummen hörbar werden. Ist das Brummen noch da? REN904 wieder reinstecken, dafür die RES164 raus. Brummen noch da? Dann könnte ein Fremdeingriff oder eine unqualifizierte Änderung vorliegen. Ist das Brummen weg? Dan ergeben sich mehrere Möglichkeiten:
Ist das Brummen immer noch da? Die Gleichrichterröhre RGN354 könnte defekt sein. Kein Ersatz? Testweise reicht auch eine moderne SI-Diode mit der entsprechenden Spannungsfestigkeit. Bitte nur mit einem 3 Watt 10 Ohm-Widerstand in Reihe testen, auf richtige Polarität achten. Der Strich der Diode muss zum Ladekondensator uF zeigen. Brummen immer noch da? Der Netztrafo könnte einen Feinwindungsschluss haben (selten). Er würde sich alsbald erwärmen und dann erhitzen. Kommt das Brummen garnicht aus dem Lautsprecher? Wenn der Lautsprecher abgelötet wird, brummt es immer noch? Mechanisches Brummen des Netztrafos (garnicht so selten). Gibt es schmierige Reinigungs- oder Kontaktverbesserungs-Mitteln am Chassis und den Röhrensockeln und Fassungen? Alter fettiger Staub? Weg damit. Kümmern wir uns nun um HF-NF-Einstrahlungen (strukturiertes, schnarrendes Brummen: Das Gerät mal ohne Antenne und Erde, Rückkopplung voll weg in einem anderen Zimmer, in einer anderen Wohnung betreiben. Brummen immer noch da? Hilft das Umdrehen des Netzsteckers? Gibt es schmierige Reinigungs- oder Kontaktverbesserungs-Mitteln am Chassis und den Röhrensockeln und Fassungen? Alter fettiger Staub? Weg damit. Geht das Brummen ohne Antenne und / oder Erde weg, könnte u.U. eine Schaltungsergänzung helfen: Parallel zum Siebkondensator 4 uF einen 5 nF Kondensator und / oder parallel zur Diodenstrecke der RGN354 mit guter Spannungsfestigkeit (ca.400 Volt) legen. Sonstige Fehlermöglichkeiten: Jetzt wird es langsam schwierig. Ist wirklich kein Fremdeingriff oder eine sonstige Verschlimmbesserung vorgenommen worden (gar nicht selten)? Sie glauben es nicht, was so in 75 Jahren alles an einem VE301W so alles gemacht wurde. Auch die nachträgliche Installation eines Schukosteckers MIT angeschlossener Schukoleitung zum Chassis wäre eine solche Verschlimmbesserung. Genauso der nachträgliche Einbau einer Netzantenne. Auch der Einbau eines Tonabnehmeranschlusses kann Brummen erzeugen. Erdanschlüsse liefern gern Zusatzbrummen. Langdrahtantennen lieben Störfelder, die sie dann direkt zum Empfängereingang liefern. Sind wirklich alle Bauteile noch vorhanden? Gern verschwindet mal der 60 cm Kondensator an der Anode der REN904 nach Erde. Weitere Abknippskandidaten sind der 150 cm Kondensator parallel zur Sekundärwicklung des NF-Trafos oder der dicht dabei liegende 0.1 uF an der "kalten Seite" dieses Trafos. Brummen endlich weg? Fein. Wenn nicht: Es gibt auch noch andere "verrückte" Fehler, die man aber vernünftigerweise in einer Handlungsanleitung wie dieser hier nicht alle aufführen kann.
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110) Audion / Einkreiser / Mehrkreiser / Neutrodyne / Geradeausempfänger / Rückkopplung / Anodengleichrichtung
In der Frühzeit der Radiotechnik war der Audioneinkreiser das Mittel der Wahl um einen Empfänger zu realisieren. Im Gegensatz zum erst später verwendeten Super (Superhetempfänger) kam hier nur ein Schwingkreis zum Einsatz, der dem Empfänger auf die Senderfrequenz abstimmte. Die Selektion war dadurch begrenzt. Starke Nachbarkanal-Ortssender konnten "durchschlagen" Man versuchte das mit dem Einsatz von zusätzlichen Sperrkreisen zu begrenzen. Der Volksempfänger VE301W zum Beispiel hatte neben dem eigentlichen Schwingkreis noch eine (für jeden Wellenbereich eine Antennenkoppelspule und über den 200 pF kommende Rückkopplungsspule. Die Audionschaltung (in unserem Beispiel bei der REN904) vereinigte mehrere Funktionen. Zum einen verstärkte sie das Hochfrequenzsignal bei gleichzeitiger Gleichrichtung (Demodulation) an der Gitter-Kathodenstrecke und ebenfalls gleichzeitiger Niederfrequenzverstärkung. Der Arbeitspunkt lag ohne HF-Signal bei C, also am oberen Sättigungspunkt der Röhrenkennlinie.Die Audiongleichrichtung erfolgte mit Hilfe des Koppelkondensators 100 pF und dem Gitterableitwiderstand 2 M Ohm und der Gitter-Kathodensztrecke der Röhre REN904. Bei Empfang eines Senders bildet sich zwar eine negative Vorspannung am Steuergitter aus, aber die Gleichrichterwirkung bleibt erhalten. Mit einer Röhre konnte ein kompletter Empfänger (Ohne Netzgleichrichterröhre betrachtet) aufgebaut werden. Im Falle des VE301W wurde das gleichgerichtete und verstärkte Niederfrequenzsignal (NF) noch einer Extra-Lautsprecherverstärkerstufe zugeführt. Dem Vorteil des Audions (hohe Empfangsempfindlichkeit gegenüber einer reinen Anodengleichrichtung, leichte Rückkopplungsrealisierung, gleichzeitige HF- und NF-Verstärkung) steht als Nachteil die leichte Übersteuerbarkeit der Röhrenkennlinie bei starken Signalen und die nicht einfach realisierbare Schwundregelungsmöglichkeit (siehe Körting Novum) gegenüber. Das veranlasste die Industrie um 1930 (siehe z.B. Mende 100W) umschaltbare Audion / Kraftaudion-Konstruktionen anzubieten. An der Anode der Röhre entsteht eine verstärkte gleichgerichtete NF-Spannung und eine trotz Gleichrichtung verstärkte HF-Spannung aus. Die HF-Komponente kann bei Rückkopplungsempfängern in der richtigen Phasenlage in den Eingangskreis rückgekoppelt werden. Die Eingangsempfindlichkeit wird dadurch deutlich angehoben, der Empfänger kann nun auch weiter entfernte Sender empfangen. Wird die Rückkopplung zu stark gemacht, beginnt die Stufe zu "schwingen", sie wird zu einem Sender. Das zeigt sich durch ein starkes Pfeifen. Es wird auch in der Umgebung bei anderen Empfängern als Störung hörbar. Ein weiterer positiver Nebeneffekt bei Rückkopplungsempfängern ist die verbesserte Selektion, insbesondere bei Einstellung derselben kurz vor Schwingungseinsatz. Der Empfänger kann dann starke Nachbarstationen besser unterdrücken. Der kleine Kondensator 60 pF von den Anode nach Masse soll dem NF-Signalweg dem restliche HF-Anteil entziehen. Er könnte insbesondere bei weiteren NF-Stufen dort Störungen hervorrufen. Die Rückkopplungsfeineinstellung konnte über eine schwengbare Spule, einen Drehkondensator oder bei Schirmgittergeräten über die Änderung der Schirmgitterspannung vorgenommen werden. Es gab auch Empfänger, die nur als Audion ohne Rückkopplung arbeiteten. Sogar, nach Einführung der Superhetempfänger, gab es noch für die Gleichrichtung der Zwischenfrequenz Audion-Stufen. Auch reine Anodengleichrichter kamen (im geringen Maße) zum Einsatz, dabei wurde die (vielleicht sogar verstärke) HF an einer Röhren- oder Kristalldiodenstrecke gleichgerichtet und einem NF-Verstärker zugeführt. Der Vorteil (aber auch der Nachteil) dieser Schaltung ist weiter oben des Themenpunktes 110 beschrieben. Es hatte sich damals eine Bezeichungssystematik für diese Geradeausempfänger herausgebildet. Beispiele:
Alle Empfänger ohne Mischstufe wurden als Geradeausempfänger bezeichnet. Zur Steigerung der HF-Verstärkung und der Selektion wurden auch Geradeausempfänger mit mehr als einer HF-Stufe gebaut, die Mehrkreiser. Schwierig war hier die Erreichung des Gleichlaufes der abgestimmten Empfangskreise. Es gab Geräte, wo man jeden Kreis eigenständig (und für Laien kompliziert) abstimmen musste. Bessere Geräte koppelten die Schwingkreisdrehkondensatoren auf eine Abstimmachse, allerdings gab es dann oft Abgleicheinrichtungen , um diesesen Gleichlauf sicherzustellen. Als Beispiel sei der Mende 100W genannt (Bei diesem Zweikreiser diente der rechte Drehknopf an der Frontseite zur Abstimmung beider Kreise, der linke Drehknopf konnte zur Erzielung des Gleichlaufes verstellt werden. Diese Gleichlaufeinstellung war erforderlich, die die einzelnen Kreise durch unterschiedliche kapazitive Belastungen beim gemeinsamen Verstellen des Drehkondensators auf unterschiedlichen Frequenzen in Resonanz waren. Geradeausempfänger mit hoher Stufenverstärkung konnten bei vernünftigen Aufwand nur als Neutrodyne-Empfänger realisiert werden.
Typische Fehler in Audionstufen: Röhre, Koppelkondensator, Gitterableitwiderstand defekt Typische Fehler in Rückkopplungseinkreisern: Röhre, Spulen, Schalter, Röhrenkontakte, falsche Betriebsspannungen.
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Drehkondensatoren dienen der Frequenzabstimmung oder der Antennenankopplung oder der Rückkopplungsstärke oder sonstiger Frequenzeinstellungen (z.B. bei Sperrkreisen). Es gibt Ausführungsformen, wo die Isolierschicht zwischen den Stator- und Rotorplatten aus Luft besteht (Luftdrekondensatoren) und Typen, wo diese Isolierung aus verschiedenem Vollmaterial besteht. Diese zumeist kompakten Typen werden auch "Quetscher" genannt. Die allgemeine Kurzbezeichnung für Drehkondensatoren ist Drehko. Drehkos werden oft zu Paketen (Mehrfachdrehkos) zusammengefasst. Bei den Drehkos ist die gute Kontaktgabe des drehbaren Teils (Rotor) besonders wichtig. Diese Kontaktweiterleitung kann über einen flexiblen kurzen Draht vom Rotor zum Chassis (Masse, Erde) des Drehkos sichergestellt werden oder über eine Kontaktschleifstrecke. Diese Kontakte können bei alten Drehkos viele Probleme machen. Beim Drehen werden starke Kratzgeräusche im Radio hörbar, der Empfang kann sogar aussetzen. Hier ist eine Reinigung mit z.B. Kontakt 60 notwendig. Notfalls muss sogar vorsichtig der mechanísche Federspannung der Kontaktzungen nachjustiert werden, was aber leider oft eine Demontage des Drehkos erfordert. Leider können die Kratzgeräusche beim Drehen eines Quetscher auftreten. Eine Abhilfe ist hier kaum möglich. Die Drehlager können verharzen und der Drehko ist u.U. nicht mehr drehbar. In diesen Fällen muss das alte verharzte Fett oder Öl entfernt werden und vorsichtig neu geölt oder gefettet werden. Auch in diesem Fall ist gegebenenfalls eine Demontage nötig. Man kann natürlich ersteinmal versuchen mit einem Tropfen Öl die Verharzung aufzulösen. das dauert etwas. In vielen Fällen bleibt der Drehko dann auf Dauer beweglich. Das klappt aber nicht immer. Wie verbogenen Drehkoplatten justiert werden können, können Sie hier nachlesen. Lagern Sie nicht eingebaute Drehkondensatoren immer so, dass der der Rotor eingedreht ist. So wird ein Verbiegen verhindert. Das sollten Sie auch bei Reparaturen machen, wenn Sie das Chassis eines Radios aus- und einbauen! (Vielen Dank für diesen Tipp an meinen alten Ausbildungsmeister, Herrn Lipowski. Ein wirklich "goldener" Tipp). Muss ein Drehko demontiert werden oder muss das Skalenseilrad angenommen werden, notieren Sie sich die genaue Lage des Rades in Bezug zur Drehkoachse. Bei Radioselbstbauten achten Sie darauf, dass der Rotor - wenn das schaltungsmässig möglich ist - immer an Masse liegt. Auch können Drehkoachsen verharzen. Die Gleitöle oder Fette trocknen aus und so kann das Drehlager um die Drehknopfachse festgehen. Das kann vorsichtig mit einem Fettlöser oder auch mit Kriechöl in kleinen Dosen (auch wiederholt) wieder beweglich gemacht werden. Es sollten dann möglichst viel von dem alten Fett / Öl abgetragen werden und neu geölt / gefettet werden. Bei Quetschern können die Metallpakete aufquellen (Rosteffekte) und die Platten zwischen den Isolierschichten verkeilen. In einigen Fällen hilft auch hier Kriechöl . Das ist aber mit gewissen Risiko verbunden, aber mehr als endgültiger Verlust droht nicht. Weitere Details. |
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112) Wackelkontakte, Aussetzfehler. Es gibt verschiede typische Kontaktprobleme in Radios. Aussetzfehler sind im Grunde auch Kontaktprobleme:
Aussetzer an regulären Kontaktstellen können durch reinigen, justieren und nachfolgender Konservierung behandelt werden. Echte Aussetzter müssen durch einsetzen neuer Leitungen, nachlöten von Lötstellen oder der Reparatur oder Austausch von Bauteilen beseitigt werden. Ausstetzfehler sind u.U. schwer ermittelbar. In diesem Kompendium wird an mehrrern Stellen darauf eingegangen werden. Stichworte: Ausgetrocknete Lötstellen , Wo finde ich die Stelle des Aussetzfehlers , Wie sprühe ich Kontakt 60? , Alte Sicherungen und Sicherungshalter |
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113) Aussetzfehler bei Röhren. Röhren können Aussetzfehler verursachen. Zum einen können die Kontakte der Röhre Probleme bereiten, auch Schraubanschlüsse. Bei einigen Röhren gibt es zusätzliche Schraub- und Steckanschlüsse, die auch Aussetzfehler verusachen. Auch Abschirmungen gehören zu diesem Thema. Zum anderen gibt es interne Aussetzer oder Wackelkontakte. Hier ist in der Regel nichts zu reparieren. Kann man einen vermuteten Aussetzfehler durch Klopfen hervorrufen? Ja, aber das muss ganz VORSICHTIG erfolgen. Dieses beklopfen sollte eigentlich eine Art streicheln sein. Ein kleiner Madenzieher kann schon zu brutal sein. Ein kleiner Bleistift zwischen Zeigefinger und Daumen, das ist schon die schärfste "Waffe". Zartes Beklopfen des Glaskolbens bringt bei erwärmten Röhren schnell Aussetzfehler oder Krachen oder Prassen oder Rauschen hervor.
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Sowas macht doch Keiner? DOCH, SOWAS KOMMT VOR ! Der Katalog ist nicht abschliessend und wird von Fall zu Fall ergänzt. Er kann Sie aber schon jetzt vor dem schlimmsten Fehlern bewahren. |
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115) Drehbare Teile sitzen fest (Potis, Drehkos, Drehschalter, Sender-Abstimmungen, Tastensätze, usw) Neben den schon an anderen Stellen des WK angesprochenen Punkten hier eine Zusammenfassung: Potentiometer (Lautstärke, Klang, usw), Drehkondensatoren (Luftdrehkos, Quetscher), Drehschalter (Klangblenden, Wellenschalter), Tastensätze (Bandumschaltungen, Klangregister, usw) können "festgehen". Das heisst, man kann die beweglichen Teile nicht mehr bedienen. Ursachen: Weitere Ursache kann eingedrungene ehemalige Feuchtigkeit sein. Das kann zu Rost oder anderen Oxydationen auf der Oberfläche der Lagerteile führen. Rost deht sich aus und verkeilt Lagergänge. Es sind auch "richtige" mechanische Fehler möglich, wie z.B. Bruch oder Verbiegung von steuernden mechanischen Teilen des Bauteils, Federn können gebrochen sein. Abhilfe:
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116) Tonabnehmer für Plattenspieler Es haben sich in den Fünfziger Jahren umschaltbare Tonabnehmer mit N und M Saphir oder Diamant durchgesetzt. Gegen Ende der Fünfziger Jahre wurden die M-Nadeln für Stereotonabnehmer Standard. Der Tonabnehmer hatte dabei zwei Erregersysteme, die die beiden Toninformationen der Rille (an den Seiten der Rille im gegenseitigen 45 Grad-Winkel geschrieben) vom gemeinsamen Saphir erhielten. Weitere Informationen zum Thema Plattenspieler hier.
Vielen Dank für die Photos an Klaus aus dem Wumpus-Gollum-Forum |
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117) Urdox-Widerstände (Urdoxwiderstand)
(Heissleiter, Heißleiter) (NTC), Eisenwasserstoffwiderstand zur
Stromregelung. Neben den "echten" Urdoxwiderständen (immer durch Glaskolben geschützt) gibt es noch Heissleiter, die auf Nicht-Uran-Basis beruhen. Die sind ohne Glaskolben angeboten worden und aus Sicht der folgenden Warnung harmlos. Das ist aber nur eine Einschätzung von mir, da mir derzeit die genaue Zusammensetzung der unechten Urdoxwiderstände nicht bekannt ist (2.12.2008). Diese Substitute wurden einfach (zumeist) am Heizvorwiderstand angschraubt oder angehartlötet oder angeschweisst. Optisch haben sie in etwa das gleiche Aussehen wie echte Urdoxe , aber ohne Glas.
Überlegen Sie sich, ob Sie überhaupt Radios mit Urdox-Widerständen in Wohnräumen lagern wollen. Das gilt sinngemaäß auch für Asbest im Radio.
Heute werden diese EW-Widerstände immer schwerer beschaffbar. Als KOMPROMISS können sie deshalb auch durch einen [b]ausreichend belastbaren[/b] Widerstand ersetzt werden. Hierbei müsste in Anlehnung an einen Kompromiss ein Widerstandwert gewählt werden, der im erhitzten Zustand des Heizkreises den Röhrenstrom auf den Sollwert begrenzt. Also bei einem U-Röhrenkreis nicht mehr als 100 mA. Das Problem ist jetzt auch nicht mehr so gross, da die Ortsspannungen in der Regel ganz gut eingehalten werden. Die Belastbarkeit kann man GROB so rechnen: Abfallende Spannung über den Widerstand im Betriebszustand (heissen Röhren) x Strom durch den Kreis. Grob gerechnetes Beispiel: es fallen 30 Volt ab in einem U-Röhrenheizkreis , also 30 Volt x 0,1 Ampere = 3 Watt. Mit Reserve würde ich einen 6 Watt Widerstand nehmen, am besten einen Drahtwiderstand.
Ergänzung von Wolle aus dem WGF:
Insgesamt geht
ein Dank für Informationen und Diskussionen im WGF an: |
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118) Röhren-Sytematik (In Bearbeitung) Im Laufe der Jahre haben sich diverse System-Reihen herausgebildet. Im Grunde wurden die Röhrenserien aufgrund ihrer Heizspannung oder ihres Heizstromes zusammengefasst. In den meisten Fällen kann die Funktion einer Röhre recht genau an Hand ihrer Typenbezeichnung zugeordnet werden. Schwerer ist das schon bei den amerikanischen Serien. Beispiele:
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119) Volksempfänger VE301W. Spannungsangaben im Schaltbild und Chassis-Unteransicht
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120) Leichte Netzspannungsreduzierung für
alte Radios Es empfiehlt sich deshalb (insbesondere auch Allströmer) am besten über einen Regeltrafo oder Reduziertrafo (noch besser einem Regeltrenntrafo) zu betreiben. Allerdings hat nicht jeder diese Möglichkeit. Hier deshalb ein kleiner Bauvorschlag für eine "kleine" Lösung. Damit können durchschnittlich 35 Watt verbrauchende Geräte und durchschnittlich 60 Watt verbrauchende Geräte mit der durchnittlich resultierenden verringerten Betriebsspannung von 220 statt 230 Volt betrieben werden. Es werden also durchschnittlich (in Abhängigkeit vom tatsächlichen Verbrauch des Radios) ca. 10 Volt vernichtet (in Wärme umgesetzt). Bauen Sie bitte nur nach, wenn Ihnen der Umgang mit gefährlichen Spannungen vertraut ist, lesen Sie auch vorher die Sicherheitshinweise dieses Kompendiums. Der Vorschlag zeigt auch nur den prinzipiellen Aufbau. Es kann natürlich auf eigene Bedürfnisse angepasst werden. Aus Sicherheitsgründen habe ich den Vorschlag nur für ein Schukonetz gemacht. Das Gehäuse soll aus Metall sein und in das Schutzkontaktsystem (einschliesslich Stecker und Kupplung) eingebunden sein. Die im Gehäuse platzierten Bauteile (Sicherung Si, Schalter S (a, b), das Wechselspannungsvoltmeter V für 230 Volt , die Widerstände R1 und R2 dürfen keinesfalls elektrischen Kontakt zum Gehäuse haben. Das gilt auch für die Leitungen, unter Ausnahme des Schutzkontaktes. Die Widerstände werden deutlich hinsichtlich ihrer Wattzahl überdimensinoniert. Wenn Sie können löten Sie die Widerstände nicht ein, sondern verschweissen oder verschrauben Sie sie besser. Das Geäuse sollte engmaschige Luftlöcher zur Wärmeabfuhr haben. Mit dem eingebauten Voltmeter kann man sofort die Spannungsreduzierung erkennen. Die Sicherung des Vorschaltgerätes sollte ca. 80 Watt akzeptieren, also grob gesagt eine 300 - 400 mA mittelträge Sicherung wäre angebracht. R1 (für ca. 35 Watt-Geräte) sollte den Wert von 60-70 Ohm bei 6-8 Watt haben. R2 (für ca. 60 Watt-Geräte) 30-40 Ohm bei 6 bis 8 Watt haben.
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121) Volksempfänger VE301GW Reparatur-Tipps. Bevor das Gerät überhaupt das erste Mal "angesaftet" wird ist der 100%ig einwandfreie Zustand der beiden besonders mit "!!!unbedingt prüfen!!!" gekennzeichneten Kondensatoren festzustellen. Im Zweifelsfall lieber gleich austauschen. So ist man vor unliebsamen Überraschungen sicher. Ein besonderes Augenmerk ist dem URDOX-Widerstand zu widmen. Zu diesem Thema bitte auch im Kompendium die wichtigen Hinweise verinnerlichen. Der Glaskolben darf nicht die geringste Spur einer Beschädigung aufweisen! Auf den ersten Blick ist die Verdrahtung stellenweise etwas verwirrend, da einige Lötfahnen der Röhrenfassungen als Stützpunkte verwendet werden jedoch mit der Röhre keine innere Verbindung haben. Die Widerstand/Kondensator-Kombination von 2MegOhm/100pF am Steuergitter der VF7 ist als ein Teil in der Kappe an jener Röhre untergebracht und kann bei Bedarf gegen einzelne Teile ersetzt werden. Die beiden 4µF-Elektrolyten wurden fachgerecht restauriert, ebenso der 15µF und der Kombi-C 0,5µF+0,2µF. Sie alle waren vollkommen unbrauchbar, was nach über 70Jahren jedoch nicht weiter überrascht. Noch ein Hinweis: Nach dem Ausschalten mindestens fünf Minuten Wartezeit einhalten bevor das Gerät erneut eingeschaltet wird sonst droht Gefahr für die Heizfäden und die innere Verbindung der Kathode der VY1. Alle Spannungsangaben beziehen sich auf 220Volt~ Netzspannung, gemessen mit Digital-Multimeter Ri=10MegOhm. Dieser Beitrag ist von "Roehrenfreak",
Jürgen aus dem WGF. Vielen Dank. |
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122) Die Röhre VCL11 im DKE (Deutscher Kleinempfänger). |
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123)Deutscher Kleinempfänger (DKE 38). Reparaturtipps. Das Gerät wurde gerade frisch z.B. auf einem Flohmarkt, einer Sammlerbörse oder aus einer Internet-Auktion erworben? Man widerstehe dem Drang, es sogleich in Betrieb zu nehmen. Es lauern böse Überraschungen wenn folgende Massnahmen ignoriert werden. Die zwei mit !!!unbedingt prüfen!!! gekennzeichneten Kondensatoren auf einwandfreien Zustand prüfen oder im Zweifelsfall gegen Exemplare mindestens gleicher Spannungsfestigkeit ersetzen. Die Netzzuleitung muss einwandfrei und ohne Brüche sein! Die beiden Netzelkos von 4 µF sind mit hundertprozentiger Sicherheit defekt, falls sie nicht bereits vor nicht all zu langer Zeit ersetzt wurden. Auch im hier dargestellten Gerät wurden sie restauriert, d.h. die Hüllen mit Neuteilen bestückt. Wie so etwas geht, ist hier im Forum nachzulesen. Der Netzschalter ist meist defekt (zerbrochene Teile) und wurde oft einfach überbrückt. Im hier gezeigten Gerät wurde er - nicht ganz original, aber sicher - instand gesetzt. Manchmal wurde auch einfach ein Kippschalter in die Rückwand eingebaut, nicht schön aber wenn ordentlich gemacht wenigstens sicher. Die Drehkondensatoren (wegen ihres Aufbaus auch "Quetscher" genannt) müssen sich leicht drehen lassen. Sitzen sie fest steht weiteres Ungemach ins Haus. Beim hier gezeigten Gerät musste der Abstimm-Drehko komplett restauriert werden, da alle Aluminium-Platten zu Pulver zersetzt waren. In zeitraubender Kleinarbeit wurden sie neu angefertigt und ersetzt. Der Umschaltkontakt am Abstimm-Drehko ist ein Dauerproblem. Wegen immer wieder kehrender Oxidation krachelt es beim Abstimmen im Mittelwellenbereich (weisse Zahlenteilung am Abstimmrad). Zeitlich begrenzt Abhilfe schafft leichtes Schleifen mit feiner Stahlwolle. Sehr empfindlich sind die 50mA-Heizer in den Röhren, welche oft zum periodischen Aussetzen neigen. Man vermeide stärkere Erschütterungen, besonders wenn das Gerät in Betrieb ist. Ganz wichtig: Nach dem Ausschalten eine Wartezeit von mindestens 5 Minuten einhalten bevor wieder eingeschaltet wird. Grund: Wegen der damaligen Materialknappheit ist das Metallbändchen von der Kathode zum Fuß der Gleichrichterröhre VY2 zu schwach dimensioniert und überlebt nicht den Einschalt-Stromstoß bei noch heisser, emissionfähiger Kathode. Leider ist diese Röhre mittlerweile extrem teuer. Eine Ersatzlösung aus einer modernen Silizium-Diode plus Vorwiderstand und dem Ersatzwiderstand für die Heizung kann jedoch problemlos verwendet werden.
Dieser Beitrag ist von "Roehrenfreak",
Jürgen aus dem WGF. Vielen Dank. |
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124) Warum haben Drehkondensatoren oft so einen
merkwürdigen Plattenschnitt? Dagegen können unlineare Drehkondensatoren eingesetzt werden, wenn es auf eine lineare Wegstrecke nicht ankommt: Rückkopplungseinsteller bei Geradeausempfängern, Antennenanpasskondensatoren, usw. Es gibt auch Trimmer-Kondensatoren, die also nur zur Justierung dienen. Diese können auch Lineardrehkos sein.
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125) Stroboskopscheibe zur Geschwindigkeitskontrolle
bei Plattenspielern. Um die Genauigkeit der Einhaltung der Geschwindigkeit prüfen zu können, kann eine Stroboskopscheibe auf den Plattenteller gelegt werden. Wird der drehende Plattenteller dann mit einer Glühbirne am 50 Hz-Wechselstromnetz bestrahlt, ergibt sich Stroboskop-Effekt. Tageslicht (Sonnenleicht) abhalten. Bei richtiger Geschwindigkeit scheint das Hell-Dunkelmuster der Scheibe stillzustehen, stimmt die Geschwindigkeit nicht, läuft das Muster durch, es bewegt sich. Die folgende Grafik zeigt eine Scheibe für 33 Umdrehungen pro Minute bei 50 Hz. Sie kann ausgedruckt werden und auf den Plattenteller gelegt werden.
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126) Einige Abkürzungen, Fachbegriffe, Branchenbezeichnungen.
Erstes gewerblich gefertigtes Radio der Welt Die Auflistung will aber kein Fachwörterbuch sein, nur die wichtigsten Begriffe können hier gezeigt werden. Viele Begriffe werden auch hier angesprochen.
Übersetzung vieler englischer Begriffe hier.
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127) Löten - aber bitte richtig Für gelegentliches Arbeiten reicht eine ungeregelte Type, wer jedoch ambitionierter heran gehen und längere Zeit an einem Stück zu Werk gehen möchte, dem sei eine elektronisch temperaturgeregelte Lötstation von etwa 60Watt mit Wechsel-Lötspitzen empfohlen. Als Lötmittel kommt ausschliesslich "Elektroniklot" mit integriertem Flussmittel (z.B. Kolophonium) in Frage. Keinesfalls Lötwasser, Salmiakstein, Lötfett oder andere aggressive Chemikalien benutzen. Sie verursachen schwere Schäden in elektronischen Schaltungen! Bitte beachten, daß das heutzutage bleifreie Lot eine deutlich höhere Löttemperatur verlangt. Der Lötdraht sollte einen Durchmesser von etwa 1mm haben. Dickeres oder gar Stangenlot gehört in die Klemptnerei! Achten Sie auf eine sichere Ablage des Lötkolbens auf einer geeigneten, hitzefesten Ablage und lassen Sie den heissen Lötkolben niemals unbeaufsichtigt! Vorbereitung zum Löten: Alle miteinander zu verlötenden Teile müssen sauber und frei von Oxyden sein, ggf vorher mit geeigneten Mitteln (Scheifpapier, Schleiffleece, Feile o.ä.) reinigen. Der Lötvorgang soll schnell, mit gut dosiertem Wärmeeintrag erfolgen. Für normale Lötstellen ist eine Temperatur von etwa 350-370Grad bei herkömmlichem Pb/Sn 40/60-Lot und 400-430Grad für bleifreies Lot geeignet. Lötkolben und Lot werden gleichzeitig an der Lötstelle angesetzt, wobei sofort etwas Lot an der Lötspitze in direktem Kontakt zum Lötpartner abgeschmolzen wird. Auf sofortiges, gleichmässiges "Annehmen" des Lotes achten, weiter löten bis das Lot gleichmässig verlaufen ist, ggf dabei noch geringe Mengen Lot zuführen bis eine allseitig, sauber umflossene Lötstelle entstanden ist, Lötkolben wegnehmen und das Lot erschütterungsfrei erstarren lassen. Im Bildanhang einige Beispiele wie es aussehen könnte.
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128) Lautsprecherreparaturen (am Beispiel des VE301Dyn und des VE301W)
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Dieser Beitrag ist von "Roehrenfreak",
Jürgen aus dem WGF. Vielen Dank. |
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129) Ist eine Röhre defekt, wenn
sie innen teilweise schwarz oder silbern geworden ist? Getterung,
gettern bei Röhren. Die Getterung-Dampfniederschläge am inneren Glaskolben sind fast immer unregelmäßig und an der Seite der Getterpille konzentriert. Es gibt auch total-innenverspiegelte Röhren, hier liegt fast nie eine Getterung zugrunde.
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130) Vorverstärker für Plattenspieler. Die Kristallsysteme waren in der Regel preiswerter und somit viel mehr in Gebrauch. Die Kristallsysteme lieferten eine genügend hohe Signalspannung und konnten somit einfach direkt in den normalen NF-Vorverstärker eingspeist werden. Kristallsysteme lieferten Spannungen um 100 - 300 mV. Eine bessere Klangqualität und ein geringeres Auflagegewicht konnte dagegen mit magnetischen Systemen erreicht werden. Diese Systeme waren allerdings teuerer und lieferten eine im Vergleich zum Kristallsystem wesentlich geringere Signalspannung. Deshalb musste zusätzlich ein Vorverstärker genutzt werden. Dieser Vorverstärker musste gleichzeitig die nichtlineare Kennline des Gesamt-Systems kompensieren (Tiefe Frequenzen würden sonst weniger als die hohen Frequenzen verstärkt werden. Zumeist wurde die RIAA-Kennlinie angestrebt). Realisiert wurden die Vorverstärker als im Plattenspieler oder im Radio oder in der HiFi-Anlage eingebaute Module oder aber als externes Zubehör. Magnetsysteme lieferten ohne Entzerrerverstärker 2 - 5 mV. |
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131) Regelspannung Deshalb wurden bei hochverstärkenden Empfängern nach dem Superhet-Prinzip , aber auch in einzelnen Geradeausempfängern (z.B. Koerting Novum oder Graetz 47GW) Regelschaltungen eingebaut, die die Feldstärke- (Lautstärke-) Schwankungen versuchten auszugleichen. Durchschnitts-Super erhielten eine Regelung, die auf die Mischstufe des Gerätes einwirkten. Bessere Geräte wurden auch am Steuergitter der Mischröhre und der ZF-Stufe (und wenn vorhanden an der HF-Vorstufe) geregelt. Diese Regelung wurdegarnicht so selten mit "verzögerter" Regelung beeinflusst. Verzögert deshalb, weil die HF-Vorstufe oder aber der gesamte Regelzweig erst bei stärkeren Sendern einsetzte. Verzögert bedeutet also nicht "zeitlich verzögert", ein besserer Begriff wäre Schwellwertregelung. Dadurch behielt der Empfänger bei Normalfeldstärken und Schwund seine volle Empfangsempfindlichkeit. Normale Regelungen erzeugen schon bei kleinsten Signalspannungen und bremsen zu früh die Empfangsleistung. Die Regelspannung wird mittels Zeitkonstante (R-C-Glied) gesiebt, sodass sie nicht im Takt der Modulation hin- und herschwankt. In Spezialempfängern konnte man sogar diese Zeitkonstante ändern: Empfänger, die auch für CW-Empfang (Morsezeichen) gedacht waren. Besonders gut gelang die Regelung, wenn sogenannte Regelröhren eingesetzt wurden. Deren Kenlinie konnte durch Ändern der Gittervorspannung weniger steil gemacht werden. Der Regelfaktor wurde besonders gross. Beispiel für eine Regelröhre: EF11 im Gegensatz zur EF12, die keine speziellen Regelfähigkeiten hatte. Die Regelspannung wurde entweder direkt an der AM-Gleichrichterdiode abgenommen und nach NF-Siebung der ZF und /oder der Mischröhre und der eventuell vorhanden Vorstufe zugeführt. Es gab aber auch Geräte, wo die Regelspannung an einer eigenen Diode gebildet wurde. Trickschaltungen, wie auch beim Telefunken D770WKK verstärkten die Regelwirkung durch gemeinsame Versorgung des Steuer- und Fanggitters der Vorstufenröhre mit der Regelspannung. Es gab auch Schaltungen, wo die Regelspannung zusätzlich auf eine schon vorhandene negative Grundspannung "aufgesattelt" wurde (z.B. Koerting 10/SE 735W). Die Verzögerung der Regelspannung wurde erreicht, indem der negativ gerichteten Regelspannung eine gewisse positive Spannung entgegengesetzt wurde. So konnte sich erst ab bestimmten Pegelwerten eine Zuregelung bilden. Diese "positive Vorspannung" konnte durch Spannungsteiler erreicht werden. Diese Spannungsteiler konnten z.B. von der Kathodenspannung der NF-Endstufenröhre abgeleitet werden (z.B. beim AEG 108WK oder Telefunken 8001WK) oder von der Gesamtanodenspannung abgeleitet werden. Es gab hier diverse Varianten, die u.a. auch versuchten die Regelverzerrungen möglichst klein zu halten. . Eine einfache Variante einer Schwundregelverzögerung kann schon durch die Einfügung eines Kathodenwiderstandes bei der zu regelnden Röhre erreicht. werden. Verzögerte Regelungen sind oft in komplizierten Schaltungen garnicht so einfach zu erkennen. Das liegt daran, dass Spannungsteiler und Siebungen an Kathode, aber an Anode der Gleichrichterröhren liegen und teilweise auch getrennte NF-Gleichrichter und Regelspannungsgleichrichter verwendet werden und Spannungen aus dem Netzteil zugefügt werden und noch der NF-Zweig abgeht. Auch ich habe mich schon bei der Einschätzung "Verzögerte Regelung oder nicht" getäuscht. Als generalisisierenden Aussage zur Bestimmung unbekannter Regelschaltungen kann gesagt werden: Ist die Kathode einer Regelspannungserzeugungsdiode gegenüber ihrer Anode positiv vorgespannt, liegt eine Schwellwert-Regelung vor oder aber es wird der negativen Regelspannung in der Regelleitung eine geringe positive Spannung zugefügt (entgegengesetzt). Es wurden auch Geräte mit Regelspannungsverstärkung angeboten, eine einfache Variante ist weiter oben in diesem Beitrag (Telefunken D770WKK) erwähnt. Bei frühen Transistorschaltungen im HF - oder ZF-Teil war das Regeln schwieriger. Die frühen Transistoren liessen sich schlecht regeln. Deshalb wurde mit einer Belastungsdiode in Abhängigkeit von der Feldstärke ein ZF-Schwingkreis mehr oder weniger belastet. Dabei wurde bei Bandbreite auch mitverändert.
--- Bei frühen Transistorschaltungen im HF - oder ZF-Teil war das Regeln schwieriger. Die frühen Transistoren liessen sich schlecht regeln. Deshalb wurde mit einer Belastungsdiode in Abhängigkeit von der Feldstärke ein ZF-Schwingkreis mehr oder weniger belastet. Dabei wurde bei Bandbreite auch mitverändert. |
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132) Misch- und Oszillatorschaltungen Es wurde hierbei zwischen der additiven Mischung und der multiplikativen Mischung unterschieden. Additive Mischung: Es wurde die Steuerelektrode einer Röhre oder eines Transistors mit einem Oszillatorsignal und dem Empfangsignal beaufschlagt. Dabei war das Oszillatorsignal deutlich stärker. Die Kennlinie des Verstärkerelements (Röhre oder Transistor) musste stark gekrümmt sein oder der Arbeitspunkt musste so auf einem Knick liegen, dass eine Audionwirkung zustande kam. Solche Stufen konnten nicht oder nur schlecht schwundgeregelt werden. Das notwendige Oszillatorsignal konnte in einer besonderen Röhre oder einem besonderen Transistor erzeugt werden. Es gab aber auch selbstschwingende additive Mischstufen. Additive Mischstufen wurden immer weniger verwendet, allerdinges noch lange in UKW-Empfangsteilen. Multiplikative Mischung: Die Zusammenführung des HF- und das Oszillatorsignals erfolgte an getrennten Elektroden des Verstärkerelements. Dafür wurden spezielle Mehrgitterröhren oder auch Transistoren (z.B. Dual Gates) angeboten. Eine typische Mischstufenröhre war die ECH81 (mit getrenntem Oszillator-Triodenteil) oder der DK92 (Mischtufe und Oszillator in einem gemeinsamen System). Ein Vorteil der multiplikativen Mischung war die Möglichkeit, die Regelspannung des Gerätes gut direkt der Mischtufe zuführen zu können. Oszillatoren: Um aus dem Empfangssignal eine Zwischenfrequenz erzeugen zu können, musste ein im Gerät eingebauter Oszillator eine veränderbare Zusatzfrequenz erzeugen. Beispiel: Steht der Empfangskreis des Radios auf 1000 KHz und soll eine Zwischenfrequenz von 468 KHz erzeugt werden, muss der Oszillator auf 1468 KHz (1000 + 468 Khz) schwingen, bei einer Empfangsfrequenz von 520 KHz beträgt die Oszillatorfrequenz 988 KHz (520 + 468 KHz) und bei der Empfangsfrequenz von 1600 KHz sind es 2068 KHz (1600 + 468 KHz). Die Oszillatorfrequenz lag also üblicherweise über der Empfangsfrequenz. Da die Superhetempfänger üblicherweise eine sogenannte Einknopfabstimmung hatten, musste der (die) Empfangskreis(e) und der Oszillatorkreis gemeinsam abgestimmt werden. Das wurde normalerweise mit einem Mehrfachdrehkondensator oder einer mechanisch verkoppelten Mehrfachspule realisiert. Durch Abgleichmassnahmen musste ein ungefährer Gleichlauf zwischen diesen Kreisen erreicht werden. Es gab diverse Varianten zur Oszillatorfrequenzerzeugung. Hier sind als Beispiele nur erwähnt die Rückkopplung durch Strom innerhalb des Verstärkerelements, kapazitive oder induktive Rückkopplung. Schaltungsbeispiele:
Beispiele für weitere Geräte mit den selteneren
additiver Mischungen in den AM-Bereichen: Grundig 4035W/3D, Körting,
Modell Royal-Syntektor 55 W, Stern-Rochlitz Modell Mittelsuper "Türkis".
(Vielen Dank für Gerätenennungen an "Wolle" und
"lasse.ljungadal" aus dem WGF) |
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133) Autoradios. Zerhacker, Gleichspannungswandler,
Umformer, Niedervolt-Röhren Dabei bildete sich dieses Schaltungskonzept heraus und wurde fast ausschliesslich angewendet: Ein Gegentaktzerhacker wurde primärseitig so mit einer mittelangezapften Wicklung eines Transformators verbunden, dass er für einen bestimmten Zeitaugenblick Gleichstrom durch eine der beiden Teilwicklungen fliessen lässt. Im nächsten Augenblick wechselt der Zerhacker die Speise-Teilwicklung. So entstand in der Sekundärhochvolt-Primärwicklung des Transformators eine stark pulsierende Gleichspannung (Rechteck- oder Trapez-Form), die noch gesiebt werden musste. Der Zerhacker war als eine Art Relais ausgebildet, das sich selbst im ständigem Hin-und Her - Betrieb hielt (ähnlich wie der sogenannte Wagnersche Hammer bei der guten alten elektrischen Türklingel). Es wurde eine Pulsfrequenz um 50 Hz angestrebt. Bedingt durch die Selbstinduktion bei den Schaltvorgängen entstanden an den Umschaltkontakten des Zerhackers starke Funken. Diese mussten mit Kondensatoren über die Kontakte unterdrückt werden. Durch weitere Massnahmen versuchte man, die Funkenstörungen zu reduzieren. Zerhacker waren auch in den meisten Autos rein mechanisch zu hören, insbesondere wenn der Motor nicht lief und das Radio leise gedreht war. Zerhackerwandler hatten einen Wirkungsgrad von 60 bis 80 Prozent. Oft "lutschten" sie im Betrieb mit nichtlaufendem Motor die KFZ-Batterie (eigentlich ein Akku) völlig leer und der Motor sprang nicht mehr an. Zerhacker waren Verschleissmaterial. Obwohl die Kontakte aus speziellem Material aufgebaut waren, ergab sich nur eine begrenzte Lebensdauer dieser Kontakte. Die Zerhacker konnten deshalb auch ähnlich wie Röhren über Steckkontakte ausgewechselt werden. Mit Aufkommen der Transistortechnik wurden Hybridgeräte angeboten, die einen Transistor-Eintakt - oder Gegentaktspannungswandler nutzen. Hier musste nicht mehr hin und wieder der Zerhacker getauscht werden. Motorumformer wurden in der PKW-Autoradiorechnik kaum eingesetzt. Niedervoltröhren, die mit Anodenspannungen von 6 oder 12 Volt auskamen (1957): Solche Geräte sollten sozusagen der aufkommenden Transistortechnik noch entgegengesetzt werden. Bei diesen Geräten wurden auch teilweise sogenannte Hybridschaltungen verwendet: Das HF-Teil arbeitete mit den Niedervoltröhren, das NF-Teil schon mit Transistoren, man ersparte sich den Zerhacker. Typische Niedervoltröhren waren die EBF83, ECH83, EF97 und EF98 . Damit konnten HF-, ZF-, Gleichrichterstufen und NF-Vorverstärker realisiert werden. Lediglich die NF-Endstufe brauchte Transistoren oder einen Transistorwandler für die Endröhre.
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134) HF-Stereophonie. Um 1962/63 wurde die UKW-Stereophonie in Deutschland (BRD) eingeführt. Details zu den Zeitabfolgen dieses Punktes 134 können hier nachgelesen werden. Dieses Verfahren war kompatibel zu den bisherigen UKW-Monogeräten, der Monoempfänger hörte beide Seiten-Informationen zusammen in einem Kanal (ohne Stereowirkung). Um das zu erreichen, musste der Sender zum einen das linke und das rechte Signal als Summe übertragen. Zusätzlich wurden zwei Seitenbänder als Differenzsignal und mittels Hilfsträger abgestrahlt. Dadurch wurde eine deutlich breitere FM-Kanalbreite (240-300 KHz) für Stereoempfänger notwendig. Der eigentliche Hilfsträger lag 38 Khz neben der Kanalmittenfrequenz. Die erzeugten Differenzseitenbänder lagen bei 23 - 37,984 Khz und 38,016 - 53 kHz. Der Hilfsträger wurde unterdrückt, stattdessen wurde ein Pilotton von 19 Khz zwischen dem Summensignal und den beiden Differenzseitenbändern ausgestrahlt. Damit konnte im Empfänger der Hilfsträger phasensynchron wieder hergestellt werden. Der Pilotton diente gleichzeitig als Stereo-Statussignal. Im Stereo-UKW-Empfänger musste entweder mit einem steckbaren, einlötbaren oder festintegrierten Stereo-Dekoder das Stereosignal gebildet werden. Im Dekoder wurde zuerst der Pilotton genutzt, um daraus den phasenrichtigen 38-KHz Hilfsträger zu erzeugen, der dann wiederum zur Demodulation des aus dem Ratiodetektor zugeführten Bereiches (Differenzsignale) 23-37,984 und 38,06-53 KHz herangezogen wurde. Es gab verschiedene Varianten, diese Demodulation zu realisieren. Lag ein Stereosignal an (Pilotton von 19 Khz), wurde daraus ein optisches Signal (Status) gebildet. |
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135) ARI (Verkehrsfunk). ARI (A utofahrer R undunk I nformation). Auf einem Unterträger von 57kHz wurden bei UKW-Sendern
ARI-fähige Autoradios oder Zusatzgeräte zur Decodierung der ARI-Signale verfügten über einen Kennungs-Wahlschalter (A....F) zur Aufschaltung des zuständigen Bereiches, will sagen, daß nur Stationen, welche für den befahrenen Bereich "zuständig" sind auch durchgeschaltet wurden. Autoradios der gehobenen Klasse steuerten damit ihren Sendersuchlauf. (Der kursive Text stammt von "roehrenfreak" aus dem Wumpus-Gollum-Forum (WGF).) Dabei konnten die Autoradios teilweise auch so eingestellt werden, dass die Verkehrs-Durchsage unabhängig von der gerade eingstellten Normallautstärke, auf einen vorher fest eingestellten Lautstärkewert anstiegen. Man konnte also das Radio leise drehen, die Meldungen wurden trotzdem laut und klar wiedergegeben. Einige Autoradios mit TB-Cassette schalteten bei TB-Wiedergabe und ankommenden Verkehrsmeldungen (die allerdings einen eingestellten ARI-Sender im UKW-Bereich voraussetzten) auf diese Meldung um. Für den reisenden Autofahrer war es bei den Geräten mit Bereichskennungauswertung besonders komfortabel, wenn er sich "seinen" aktuellen regionalen Durchsagebereich wählen konnte. Auf Autobahnen wurden diese Bereiche und auch die aktuellen Rundfunksender mit Verkehrsfunkmitteilungen auf Schildern genannt. Man konnte bei einigen Radios auch festlegen, dass nur Verkehrsfunksender einstellbar waren. Radios mit Suchlauf zeigten dann nur Verkehrsfunksender an. Heute nehmen auf etwas andere Art moderne KFZ-Navi-Systeme (GPS) dieses Durchsageprinzip wieder auf und modifizieren auf Grund von aktuellen Daten-Verkehrsmeldungen im unmittelbaren Fahrbereich die vorgeschlagene Fahrt-Route. |
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136) UKW-Teil. Bauteiletausch Wenn Bauteil getauscht werden müssen, darf z.B. ein kerammischer Kondensator nicht gegen einen Folienkondensator gewechselt werden und umgekehrt. Die Anschlussdrähte müssen so kurz wie möglich sein. Ist ein 1/4 Watt Widerstand zu tauschen, soll er nicht durch einen 1/2 oder mehr Watt-Typ ersetzt werden. Bauteile sollen auch nicht probeweise verbogen werden. |
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137) Sperrkreise und Saugkreise für
Radios, starke Ortssender, Abschirmungen, Verdrosselungen Bei zum Teil hochverstärkenden Radios (Geradeaus-Einkreiser oder Mehrkreiser, aber auf in einigen Fällen bei einfachen Superhet-Empfängern) konnte der Einsatz von Sperrkreisen sinnvoll sein. Zumeist strahlten sehr starke Ortsender im Empfangsband auf andere neben dieser Frequenz liegende Sender ein. Dieses Einstrahlen konnte gerade bei Einkreisern recht breit sein. Sperrkreise können als Parallelkreise, aber auch in einigen Fällen als Serienkreise ausgebildet sein. Als Pararallelkreise liegen sie in der Regel in der Antennenzuleitung im oder ausserhalb des Gerätes. Der Sperrkreis hat für die Einstellfrequenz einen recht hohen Resonanzwiderstand und dämpft deshalb genau diese Frequenz stark ab. Diese Parallelkreise können aber nur wirken, wenn der Empfänger ohne angeschlossene Antenne und Erde den "Störsender" nicht empfängt. Ist ohne diese Anschlüsse der starke Ortssender immer noch zu hören, muss durch weitere Maßnahmen (Seriensperrkreis an den Steuergittern, Abschirmungen einer oder mehrerer Stufen oder der Schwingkreisspulen oder der Röhren oder des gesamten Gerätes, Verdrosselungen * der Stromversorgungsleitungen.) versucht werden, dieses zu verhindern. Bei einigen Radios waren die Sperrkreise fest eingebaut und konnten nachgestellt werden, andere wurden einmal fest eingestellt. Serienkreise (Saugkreise) kommen nicht in die Antennenleitung, sondern werden im Gerät selbst parallel zum Signalweg vor die erste Verstärkerstufe (aber auch zusätzlich noch in folgenden Stufen) eingefügt. Sie leiten (saugen) ihre Resonanzfrequenz sehr effektiv gegen Masse ab, lassen aber alle anderen Frequenzen fast ungedämpft durch. Die Serienkreise können hilfreich sein, wenn das Radio schon ohne Antenne und Erde den starken Ortssender hören kann. Diese Kreise sollten so dicht wie möglich an den Steuergittern der HF-Verstärker- oder Audionröhren - elektrisch gesehen - plaziert werden. Wenn das nicht ausreicht, bitte unter "weitere Maßnahmen" im vorigen Absatz nachlesen. In vielen Radios sind diese Serienresonanz-Sperrkreise für die Zwischenfrequenz in Superhet-Empfängern eingebaut. Hinweis für Sammler. Ergänzende Maßnahmen kommen in Frage bei erheblichen Feldstärken und Eintrahlungen auch ohne Antenne und Erde, wenn trotz der Serienkreise der Ortssender immer noch so stark zu hören ist, dass er mehr als 10 % des Skalenweges überstreicht. Oft nimmt die Schwingkreisspule induktiv aber auch u.U. kapazitiv die Senderenergie auf. Es kann also sinnvoll sein, diese Spule abzuschirmen ( Hinweis für Sammler). Auch Ausserbandeinstrahlungen, z.B. von starken Kurzwellensendern in den MW- oder (weniger) in den LW-Bereich können auftreten. Hier muss der Sperrkreis auf das Ausserbandsignal abgestimmt werden. Parallelsperrkreise können auch für verschiedene Frequenzen hintereinandergeschaltet werden. Für erste Versuche kann ein alter Detektorempänger (an dessen Antenne und Erde) als Parallel-Sperrkreis genutzt werden, wenn es sich um einen Parallelschwingkreis-Detektor handelt. In diesem Fall, wenn es geht, den Detektorkristall herausziehen, keinen Kopfhörer anschliessen. * = Verdrosselungen: HF-Einstrahlungen können über die Stromversorgungsleitungen zwischen Ortsnetz oder zwischen Netzteil und dem eigentlichen Radio, aber auch über Lautsprecherleitungen oder Leitungen von Plattenspieler oder Tonbandgerät einsgeschleppt werden. Man kann das mit Kondensator-Abblockungen nach Masse und oder mit eingeschleiften HF-Drosseln (Breitbanddrosseln) reduzieren. Hierbei haben sich Kombinationen aus Kondensator nach Masse mit einer Drossel in die Versorgungsleitung bewährt. Aus Sicht des Radios kommt erst der Parallelkondensator, dann die Drossel in Serie mit der Einschleppleitung. ----------------- Werden Radio-Oldtimer (insbesondere Geradeausempfänger) heute in Betrieb genommen, können stark einfallende Innerband-Sender, aber auch Ausserband-Sender starke Beeinträchtigungen hervorrufen. Anders als damals gibt es heute z.B. viele starke Kurzwellensender. Die strahlen gerade (anders als damals) in dem jeweils hochfrequenten Bandteil des Geradeausempfängers ein, da hier Kurzwellen-Resonanzstellen auftreten können. Will man damalige Geräte heute betreiben und keine Eingriffe in das Gerät vornehmen, kann man die oben erwähnten Serienkreise (Saugkreise) in sehr kompakter Bauweise mit Festkondensator und Ferrit-Minitopfkreis und Mikro-Krokoklemmen reversibel in die Schaltung klemmen, der Sammlerwert sinkt dadurch nicht. Das gilt auch für provisorische Abschirmungen der Schwingkreisspule mit z.B. Haushalts-Alu-Folie. Diese Folie wird dicht schliessend um die Spule gewickelt und mit einem kleinen Draht mit zwei Mini-Krokoklemmen an Masse gelegt. Die Spulendrähte sind in der Regel isoliert, sodaß es zu keinem Schluss kommen kann. Natürlich wird die Spule ein wenig durch die Schirmung gedämpft, es ist also ein Kompromiß hinsichtlich der Empfangsleistung zu schliessen. Aber doch immer noch besser, als der nervige "Störsender". Das gerade beschriebene Abschirmen kann auch testweise für die Verstärkerröhre angewandt werden, weil auch diese Röhren direkt Einstrahlungen aufnehmen können. Nicht alle Röhren waren von Hause aus geschirmt. Bei einigen Röhren kann die Abschirmung abgeblättert und sonstwie schadhaft geworden sein. |
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138) Fernbedienungen
Kabelbedienungen reichten von einfachen Ein-Auschaltern bis zu komplexen Bedienungen für Motorsuchlaufgeräte wie Saba Freiburg. Typische Kabellängen lagen um 5 - 7 Meter. Die Regeltechnik war rein analog über Potentiometer für Lautstärke, Klang, usw. Aber auch das Umschalten von UKW auf AM konnte zumeist über Relaistechnik realisiert werden. Typische Fehler: Kontaktprobleme, Kabelbrüche an den Übergängen Fernbedienung-Kabel. Potentiometer-Kracheln. Drahtlose Ultraschallbedienungen (beispielsweise eingesetzt im Tonfunk Zauberperle aus dem Jahr 1956 als 9 Khz-Fernschalter) kamen über einfache Steuervorgänge nicht hinaus. Ganz zum Anfang wurden sogar Metallstäbe rein mechanisch in Ultraschallschwingungen versetzt oder mit Blasebalg betriebene Pfeifen verwendet, wobei die Steuertonanteile im Schallbereich hörbar waren. Später wurden auch Steuertöne mit Tongeneratoren erzeugt. Ein-Aus, Lauter - Leiser. Das waren typische Funktionen. Typische Fehler: Bei mechanischen Generatoren kein sauberes Anstossen des Schwingmetalls, Ultraschallempfangsteil im Gerät fehlerhaft. Bei elektrischen Generatoren: Fernbedienungs-Batterie. Drahtlose Infrarotbedienungen eröffneten erst wirklich komfortable Bedienungen. Den Möglichkeiten sind kaum Grenzen gesetzt. In den ersten Jahren gab es bei Nutzung mehrerer Fernbedienungen von verschiedenen Herstellern Doppelaktionen: Man wollte das Radio lauter stellen, der Fernseher wechselte aber gleichzeitig auch von VHF auf UHF, usw. Zwischenzeitlich hat sich eine Art Firmen-Norm durchgesetzt, sodass Dopplungen deutlich nachgelassen haben. Moderne Fernbedienungen sind teilweise auch programmierbar. Universalbedienungen können tausende Geräte ansprechen, lernende Fernbedienungen können von Originalbedienungen lernen und deren Steuersignal kopieren. Universalbedienungen können gleichzeitig für (jetztiger Stand) bis zu 9 Geräte genutzt werden. Typische Fehler: Batterien! Kontakte der zumeist Folientastaturen, Feuchtigkeit (Kaffe, Tee, usw) im Tastaturbereich, verschmierter LED-Geberbereich. Verstellter oder verklebter und verschmierter Aufnehmerbereich am zu steuernden Gerät, zu helles Tageslicht fällt auch den Aufnehmer.
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139) Der Netztransformator des Volksempängers
VE301W und VE301dyn. Ohmwerte und Spannungen und Ströme
Die Leerlaufstromaufnahme beträgt bei
Noch etwas: Bei 240Volt~ Eingangsspannung steigt die Spannung der Anodenwicklung auf 410Volt~ an, liegt also 35Volt über dem Normalwert. Vorsicht ist also geboten! Besonders beim Ersatz von (Elektrolyt-)kondensatoren ist auf ausreichende Spannungsfestigkeit zu achten. Wenn möglich sollte das Gerät mit reduzierter Netzspannung betrieben werden. Das schont den Trafo, die Gleichrichterröhre und nicht zuletzt die Nerven. Spannungsmesswerte mit Digitalmultimeter GTM2030 (BBC GOERZ METRAWATT) gemessen, Ri=10Meg Ohm. Der gleiche Transformator wurde offensichtlich auch im VE301dyn verwendet.
Nachtrag (Angaben ohne Gewähr): 1 nach 2 =600 Wdg (220V) , Sekundär (Wicklung 3) Dieser Beitrag ist von "Urs" aus dem Wumpus-Gollum-Forum. Vielen Dank.
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140) Leistungsabfall bei Umschaltung
auf niedrige Ortsnetzspannung bei Allstrom und Gleichstromgeräten.
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141) Netztransformatoren Netztransformatoren können nur an Wechselstromnetzen betrieben werden. An Gleichstromnetzen würden sie auf der Primärseite einen Kurzschluss hervorrufen. Transformatoren haben einen recht hohen Wirkungsgrad. Im Gegensatz zu Gleichstromnetzen, wo die Spannungsanpassungen in der Regel über Vorschaltwiderstände vorgenommen werden müssen. Hierbei wird viel Stromleistung "verbraten". Ein weiterer Vorteil bei Wechselstromnetzen mit unterschiedlichen Ortsnetzspannungen ist: Der Transformator kann bei primär 110 Volt sekundär 250 Anodenspannung lieferen. Im Gleichstromnetz geht das so nicht, hier würde ein Leistungsabfall eintreten.
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142) Lautsprecher. Impedanz und Ohmwert.
Kann ich die Impedanz mit dem Ohmmeter messen? Insbesondere wenn Lautsprecher als Fehlerquelle vermutet werden, wird der Reparateur vielleicht versucht sein, mit dem Ohm-Meter (z.B. eines Vielfachinstrumentes) den Lautsprecher zu prüfen. Das geht aber nur bedingt. Man kann mit dem Ohmmeter nur generelle Aussagen treffen, wie z.B.: "Null Ohm" (sehr selten) oder aber "kein Durchgang - unterbrochen". Was aber NICHT geht, ist den Impedanzwert des Lautsprechers zu messen, so nach dem Motto: Ein 5 Ohm-Lautsprecher muss mit dem Ohm-Meter 5 Ohm haben. Das ist keinesfalls so. Mit dem Ohmmeter wird man in der Regel immer einen KLEINEREN Wert messen. Hat ein 5-Ohm-Lautsprecher z.B. nur 2,1 Ohm, ist das KEIN Hinweis auf einen Fehler. Leistungsstarke 5-Ohm-Lautsprecher können auch 1 Ohm haben! Sinngemäß gilt das auch für hochohmige Lautsprecher (Freischwinger, Lautsprecher für eisenlose Röhrenendstufen, usw.) Hat einer solcher Lautsprecher eine Impedanz von 800 Ohm, wird der reine Ohmwert vielleicht nur 500 Ohm betragen, hat ein Freischwinger eine Impedanz von 2000 Ohm (war üblich), beträgt der reine Ohmwert vielleicht nur 1200 Ohm. Keinesfalls darf man einen 2000- oder 800- oder 400-Ohm-Lautsprecher durch einen 5- oder 4-Ohm-Lautsprecher ersetzen. |
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143) Röhrenenstufe. Ausgangstransformator,
Lautsprechertransformator, Luftspalt Alte Radioschaltungen kamen ohne Ausgangstrafo aus, wenn hochohmige Lautsprecher, wie z.B. Freischwinger (ca. 2000 Ohm) oder Kopfhörer (ca. 2000 Ohm) verwendet wurden.
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144) HiFi, Raumklang, 3D, Stereo, Kunstkopf,
Basisbreitenvergrösserung, HF-Stereophonie Stereo: Mono-Radios strahlten die Musik oder Sprache ungerichtet in den Raum ab (Raumklang oder 3D verteilte nur die Höhen besser im Zimmer). Der Hörer konnte aber nicht erkennen, wo z.B. bei Orchestermusik die Streicher, das Klavier oder der Sänger im Studio sich befand. Wird die Tonaufnahme mit zwei Mikrophonen (vielleicht mit Richtwirkung und etwas nach aussen gerichteter Wirkung) nebeneinander auf zwei Tonkanäle aufgenommen, liegen nun akustische Informationen über die räumliche Lage der Tonquellen vor, allerdings muss bei der Wiedergabe (Radio, Plattenspieler, Tonbandgerät) ein zweikanaliger Verstärker zur Verfügung stehen. Diese zweikanaligen Verstärker werden als Stereo-Verstärker bezeichnet.. Werden zumindest zwei Lautsprecher, die so weit wie möglich auseinander stehen, verwendet, kann der Hörer im Zimmer die aufgenommenen Tonquellen hinsichtlich der Position im Raum gut zuordnen. Natürlich war die Stereo-Basis in Tischgeräten geringer, als in Musiktruhen, die Basisbreite war aber mit getrennten Lautsprecherboxen noch grösser, überigens ein Grund für die Einführung der Hif-Fi-Geräte ohne Lautsprecher im Radioteil. Der Klang wird echt räumlich. Zuerst kamen reine NF-Stereo-Geräte auf, die von Schallplatte oder Tonband Stereo wiedergeben konnten, später kam die HF-Stereophonie zu. Dabei konnte der Rundfunk (zuerst mit zwei Radios und zwei Senderfrequenzen, später mit Gleichkanal-Multiplex-Stereo) Stereosendungen bieten. Um bei kleinen kompakten Stereogeräten die Basisbreite zu verbesseren, kamen bald Stereo-Expander, Basisbreiten-Vergrösserer, usw auf. Hier wurde jeweils dem linken Stereo-Kanal ein kleiner Anteil des rechten Kanals gegenphasig zugeführt und umgekehrt. Durch diese Phasendrehung wurde der räumlich Eindruck künstlich verbreitet. Übrigens sollten beim Anschluss von Stereo-Lautsprechern die Polungen beachtet werden. Um nicht nur die Links-Rechts-Klangauflösung im Raum zu verbessern, wurde mit der Einführung der Kunstkopfstereophonie versucht, die räumliche Ortung der Tonquellen auch in der Tiefe des Raumes zu verbessern. Das Verfahren nutzt bei der Aufnahme einen Kunstkopf, in dem zwei Mikrophone eingebaut wurden. Dabei wird das äußere Ohr und der Gehöhrgang nachgebildet. Wird bei der Wiedergabe der Stereoaufnahme ein Stereokopfhörer verwendet, erlebt der Hörer nicht nur die reine Links-Rechtswirkung, sondern die Tonquellen werden in der Tiefe des Raumes erkennbar. Allerdings hören viele Nutzer die Tonquelle dabei innerhalb des Kopfes hinter sich, ist aber trotzdem beeindruckend. HiFi (High Fidility): AM-Rundfunksender konnnten nur ein sehr eingeschränktes NF-Band übertragen, auf UKW war dieser Bereich schon deutlich grösser. Der UKW-Klang war luftiger. Die Schallplattenindustrie konnte schon bald Frequenzen von 50 - 17000 Hz auf den schwarzen Scheiben bieten. Da es aber sehr unterschiedliche Geräten mit sich sehr unterscheidenen Leistungsdaten auf den Markt kamen, wurde extra eine DIN-Norm geschaffen, die Mindestanforderungen festlegten: Die Hifi-Norm. Hifi-Geräte wollten ein möglichst linearen Klang sicherstellen. Obwohl die Geräte immer mehr echte Sinusleistungen bei neutraler Klangkurve brachten, konnte natürlich auch ordentlich Höhen- und Bässe zugeregelt werden. Heutige moderne Geräte werden nicht mehr auf lieare Klangdarstellung bei hoher echter Ausgangsleistung optimiert, sondern auf hohe Musikleistung mit völlig unnormaler Bassüberhöhung. |
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145) Fragen zu Röhren von Neu-Einsteigern.
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146) ZF-Sperre, ZF-Falle, ZF-Störungen
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147) Besonderheiten bei der Ohmmessung
von Selengleichrichtern Beispiele: Selengleichrichter für Autoradio im Niedervolt-Netzteil. Selengleichrichter für Anodenspannung im Standard-Netzteil
250 Volt. Muss ich genau wissen, welche Polarität das Ohmmeter hat? Ja und nein. Um die Gleichrichterwirkung bei einem Einweg-Selengleichrichter zu prüfen, reicht der signifikante Unterschied Sperrohmwert zu Durchlassohmwert. Beim Prüfen eines Brückengleichrichters geht es auch ohne Kenntnis der Ohmmeterpolarität. Sicherheithalber kann man aber mit einem Voltmeter feststellen, welche Polarität am Ohmmeter anliegt. Brücken-Selengleichrichter:
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148 ) Tefifon
Tefifon steht aber auch für eine Firma, die neben den Kassetten und Abspielern auch Radios, Fernseher, Kofferradios, usw anbot. Weitere Informationen über das Holiday Luxus-Kofferradio mit Tefi-Player.
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149) Plattenspieler, Phono, Schallplatten
In der Welt der alten Radios wurden extene Plattenspieler, später auch Plattenwechsler, oder festeingebaute Abspielgeräte (Tischgerät mit Phono-Oberteil, Musikschränke, Musiktruhen) genutzt. Daneben gab es auch Plattenspieler mit eingebauten Verstärkern, die somit ohne Radio-Verstärker auskamen. Schallplatten-Typen: Es kamen zuerst die gegen Bruch sehr empfindlichen Schellackplatten mit 78 Umdrehungen pro Minute zum Einsatz. Später folgten Vinyl-Platten mit 45 Umdrehungen, dann Langspielplatten mit 33 1/3 Umdrehungen und schließlich Sprachplatten mit 16 2/3 Umdrehungen (die sich aber am Markt kaum durchsetzen konnten). Mit Einführung des Füllschriftverfahrens wurde der Platzbedarf der Rille zur eigenen "Vor- und Nachspur" deutlich dynamisch verringert, das führte zu einer teilweise bemerkenswerten Spielzeitverlängerung. Die Abspielung der Schallplatten erfolgte von aussen nach innen. Abtastsystem: Im Zusammenhang mit Radios kamen als Abtastsysteme zuerst sogenannte Elektrodosen zum Einsatz. Es gab elektromagnetische und Kristall-Tonabnehmer. Die ersten Systeme nutzten Stahl oder Holznadeln, um die Schellackplatten abzutasten (siehe Photo rechts). Später (45, 33 1/3 und 16 2/3) ging man zu Saphir- oder Diamant-"Nadeln" über. Dabei wurde für 78 Umdrehungen die "N"-Spitze (Normal) und ansonsten die "M"-Spitze (Mikro) verwendet.
Antriebssysteme: Diverse Antriebsvarianten (Synchronmotore, Reibradantriebe, Riemenantriebe, quarzgesteuerte Motore, Direktantriebe, usw.) kamen zum Einsatz. Um die Umdrehungsgeschwindigkeit von Instabilitäten zu befreien, wurden auch überschwere Plattenteller verwendet, die sozusagen als Schwungscheiben fungierten. Klangverbesserung: Man versuchte, das Auflagegewicht des Tonarms zu verringern, die verschiedenen Kräfte auf das System zu stabilisieren (Anti-Skating, gekröpfte Tonarme, Ausgleichgewichten, Tangential-Abtastungen, usw). Staub: Dem Staub versuchte man durch feuchte und trockende "Staubfänger" in den Griff zu bekommen. Das konnte per Hand mit Tüchern oder sogar zusätzlichen tonarmähnlichen Bürstenreinigern geschehen, die zusätzlich die Platte "abtasteten". Auch Sprays, die nach Abbinden der ausgesprühten Plastikschicht den Staub aus der Rille zog, kamen zum Einsatz. Stereo: Mit Einführung der NF-Stereophonie wurden die beiden Kanal-Informationen 90 Grad im Winkel versetzt in die Seiten der Rille geschrieben (Flankenschrift). So konnte eine brauchbare Unterdrückung des jeweils anderen Kanals erreicht werden. Komfort: Um das kritische Aufsetzen des Tonarms auf die Platte ohne Krachen oder Rausrutschen auf dem Einfangbereich am äußeren Plattenanfang zu verhindern, wurden Aufsetzautomatiken angeboten. Später konnte man auch mit einem kleinen Steuerhebel den Tonarm von der Platte abheben und später wieder dort oder an einer anderen Stelle wieder aufsetzen. Plattenwechselautomatiken ermöglichsten das Hintereinanderabspielen von bis zu 10 Schallplatten.
Das oberste Photo des RFT-Plattenspeilers
wurde von CriZz aus dem Wumpus-Gollum-Forum bereitgestellt. |
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150) Miniaturröhren, Subminiaturröhren,
Batterieröhren, D-Röhren, K-Röhren Die Röhren hatten entweder Kontaktstifte oder (teilweise bei den Subminiaturröhren) Anschlußdrähte. Allen Batterieröhren war die hohe Empfindflichkeit der direkt geheizten Heizfäden gemein. Gerade bei Reparaturarbeiten (Messen direkt an den Röhren) konnte es vorkommen, daß kurzzeitig Anodenspannung an die Heizfäden kam. Da führte zum sofortigen Durchbrennen dieser feinen dünnen Fäden. Im Vergleich zu normalen Röhren mit Anodenspannungen um 250 Volt (Miniaturröhren brauchten "nur" so ca. 20-120 Volt) und auch recht hohen Heizleistungen, konnten die Miniatur- und Subminiaturröhren pro Röhre doch erkennbar weniger Verstärkung bieten. Deshalb mußte oft (im Vergleich zu Normalröhren) die Röhrenzahl im Gerät erhöht werden. Da insbesondere der Heizstrom die damaligen Batterien doch recht stark belastete und zu kurzen Standzeiten führte, wurden gern Heizakkus (DEAC, usw) eingesetzt. Hier war aber ein sorgfältiger Umgang beim Nachladen des Akkus nötig. Es musste vermieden werden, daß die Heizfäden der Röhren - wie immer es auch geschehen konnte - auch nur geringe Überspannungen abbekamen. Die Anodenspannungsbatterieren hatten Entladekurven, die dazu führten, daß die Spannung immer weiter absank. Das führte zu Änderungen der Betriebswerte im Radio. Insbesondere die Misch-Oszillatoren waren davon betroffen. Es wurde deshalb bei einigen Geräten versucht, diese Spannungen zu stabilisieren. Oft half es schon, wenn zb. die Schirmgitterspannungen im HF-Teil durch Spannungsteiler etwas stabiler gemacht wurden. Echte Spannungsstabilisierungen (z.B. mit einer Regelröhre) waren doch eher die Ausnahme. Auch waren Gittervorspannungen bei Batteriebetrieb kritisch. Deshalb nutzten wenige Hersteller Extra-Gitterspannungsbatterien oder sogar Akkus oder verwendeten in einigen oder allen Stufen keine automatische Gittervorspannungserzeugung, obwohl diese Gitterspannungs-Varianten doch schon eine gewisse Kompensation der nachlassenden Anodenspannung zuliessen. Vielmehr wurde die Gittervorspannung gemeinsam für mehrere Stufen gesondert erzeugt. Direkt geheizte Röhren sind im Allgemeinen empfindlicher hinsichtlich von Einstreuungen und Verkopplungen über den Heizkreis zu den anderen Elektroden in der Röhre. Sorgfältige Verdrosselungen und HF/NF-Abblockungen mit Kondensatoren können nötig werden. Auch sollte die Leitungsführung des Heizkreises mit Bedacht gewählt werden, sogar abgeschirmte Leitungen können hier sinnvoll sein. Es muß auch an einen erhöhten Aufwand bei hoher HF- oder ZF-Verstärkung im Bereich Neutralisation gerechnet werden. Die fehlende umhüllende Kathode bei den direkt geheizten Röhren führten zum fast sofortigen betriebsbereiten Zustand nach dem Einschalten.
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151) Skalenseile. Allgemein und Besonders Besonders 2: Telefunken Bajazzo de luxe 201. Hier gibt es ein Umlenkrad mit variablen Durchmesser (durch interne Federwirkung). Dadurch wird elegant das langsame Ausleiern des Seils über die Jahre kompensiert. Anders als bei "normalen" Radios braucht hier keine Ausgleichfeder in das Skalenseil eingekoppelt werden. Man muß das aber beim Neuauflegen beachten. Besonders 3: RCA Victor 3-BX-671. Wegen eines sehr kleinen Drehko-Seil-Antriebrad-Durchmessers ist der daraus resultierende Seilweg sehr kurz. Um disese Strecke zu verdoppeln, hat Zenit eine geniale Idee verwirklicht. Dort wo sich der Skalenzeiger befindet, ist dieses aufgetrennt und ein in der Mitte am Chassis festgemachtes schlaufenförmiges Hilfsseil eingekoppelt. An dieser Hilfsseilschlaufe ist der Zeiger festgemacht. Diese Konstruktion verdoppelt den Zeigerweg. Beim Neuauflegen beachten, insbesondere, wenn man das Gerät erwirbt. Läuft also der Zeiger nur über den halben Skalenweg, ist der Vorbesitzer bei einer Reparatur in die Falle gelaufen.
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