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Restaurierungs-Tipps |
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2. Bereich Restaurierungen Vor dem Öffnen von Geräten lesen Sie unbedingt diese Sicherheitshinweise. Die Tipps sind nicht thematisch geordnet,
sondern zeitlich nach Erstellungsdatum. |
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1) Ein Stück des Funiers abgerissen, Behandlung mit Hartwachs,
Holzkitt. An Stellen, die widerstandsfähiger sein müssen (untere Ecken) kann auch versucht werden (insbesondere bei größeren Störstellen), mit Holzkitt zu füllen. Nach dem Austrocknen dann glattziehen (Feinsandpapier und bei Geschick in diesen Dingen die Übergangsstellen mit Restaurier-Hobel angleichen). Bei Sandpapier ist es kritisch, nicht das Furnier zu beschädigen. Nun kann eventuell Beize (sorgfältig) auf die Stelle aufgebracht werden und / oder mit Restaurier-Filzschreibern die richtige Farbe (auch in Furnier-Strukturen) aufgemalt werden. Diese Hobby-Möglichkeiten haben natürlich ihre Grenzen. Insbesondere größere Furnier-Abplatzungen oder Hochhebungen (auch bei Wasserschäden) sind so nur bedingt zu restaurieren. Hier ist nachzudenken, ob nicht mit dem Skalpell oder einem Teppichmesser sauber ausgeschnitten werden muß, um Ersatz-Funier aufzubringen. Hier gibt es das Problem der richtigen Ersatzfurniere, deren Faser-Struktur NIE exakt zum Restfurnier paßt.. Teuere und wertvolle Radio-Oldtimer sollten vielleicht besser einem gewerblichen Möbel-Restaurator vorgestellt werden. Nur so kann bei solchen Geräten der Sammlerwert erhalten werden! |
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2) Gehäuseoberteil nicht mehr fest Antwort: Ich vermute, das Teil das sich gelöst hat ist die Oberseite des Gehäuses. Na, ich würde das mit Holzkaltleim (z.B. Ponal) kleben, dabei gut fixieren und einige Stunden abbinden lassen. Überstehenden Leim schnell abwischen. Patex ist hier weniger gut geeignet |
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3) Original-Netzstecker oder Schuko-Stecker Antwort: Eine interessante Frage. Soll man den Netzanschluß original belassen oder nicht. Ich kann da keine abschließende Antwort geben. Jedenfalls mache ich, wenn möglich, folgendes: Ich verwende einen Steckdosen-Adapter (so als Tischsteckdose) der alten Nicht-Schuko-Norm (Auf Trödelmärkten noch beschaffbar). Dieser Adapter hat ein Kabel mit Schuko-Stecker. Um hier im Forum Ermahnungen aus dem Weg zu gehen, weise ich darauf hin, daß ich dann das Ganze über einen Trenntrafo betreibe. Es ist rechtlich (im Fall eines resultierenden Stromschlages) bedenklich, ein Radio mit Metall-Teilen-Anschluß nach ausserhalb des Gerätes ohne Schuko an eine Schukodose anzuschließen. Da hilft dann der Trenntrafo oder hilfsweise eine Fehlerstrom-Sicherung. Zusammenfassung: Eigentlich möchte ich den Tipp mit dem Adapater nicht geben. |
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4) Holzwurmlöcher schließen Antwort: Auch hier kann der Restaurierungs-Hartwachs in der passenden Holzfarbe gut helfen. Eine ganz kleine Menge erwärmen und in die Löcher füllen. Mit dem Plastikspatel glattziehen. Überflüssige Reste mit einem Tuch wegwischen. Fertig. |
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5) Gehäuse-Verklebung teilweise fehlerhaft Antwort: Das geht gut mit Holzkaltleim, z.B. Ponal. Während des Abbindens des Leims stabil die Teile aneinander fixieren, und alsbald überstehenden Leim abwischen. |
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6) Gehäuse-Hochglanzlack und Politur Ich habe gute Erfahrungen mit Clou Fernol hell oder dunkel gemacht. Aber das ist wirklich nur ein Beispiel. Bitte bei der Beschaffung darauf achten, dass die Mittel zu Holz passen. Hochglanzmittel nicht für offene unlackierte Oberflächen, Teak muss mit speziellen Ölen behandelt werden. Schellack ebenfalls. Auf den Unterschied Möbelreinigung, Möbelpulitur, Möbelpflege achten. Nur wenig Mittel auftragen, bei Maserung immer nur in Maserungsrichtung wischen. Die Anleitung hinsichlich des Nachpolierens beachten. Frage: Meine Radios mit Hochglanzlack habe ich mit einer Kombi-Reinigungs-Politur behandelt. Das Ergebnis ist auch beeindruckend: Spiegelblank. Aber so nach 5 - 10 Tagen ist der Glanz weg und es wird etwas stumpf. Wenn ich aber einfach nachpoliere, ist der Glanz wieder da. Nach einigen Tagen wieder stumpf und so weiter. Habe ich da das falsche Mittel? Antwort: Ich habe festgestellt, daß die Kombi-Mittel sehr sparsam aufgebracht werden müssen, sonst kann genau das passieren, was beschrieben wurde. Sicherheithalber mit einem saugendem Tuch vor dem Politurwischen möglichst viel von der Flüssigkeit wieder entfernen. |
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7) Skalen-Glasbruch. Antwort: Schlimm und halb so schlimm. Grund zur Panik besteht nicht. Es muß nur das Richtige getan werden. Mit dem richtigen Kleber, dessen Lichtbrechungsindex ähnlich dem des Glases ist, können gute Ergebnisse erzielt werden. Zuerst sofort Glasabbruchteile sichern, falls solche Abruchfragmente entstanden sind. 1. Das Kleben muß gleich beim ersten Mal richtig funktionieren. Nachbessern geht nicht. Also sorgfältig und konzentriert arbeiten. 2. Finger weg (wörtlich zu nehmen) von den beiden Bruchflächen, damit erst gar kein Handfett rankommen kann. Sonst (aber auch nur dann) gründlich entfetten mit Spiritus. ABER ACHTUNG. Der Spiritus darf NICHT an die Glasrückseite mit der Beschriftung gelangen. 3. Eine Bearbeitungswerkbank herrichten, wo die zuklebenen Teile über 24 Stunden unverückbar fixiert werden können und plan auf der Rückseite aufliegen. Dabei müssen die Klebeflächen unter LEICHTEM Druck fixiert werden und zwar so, daß sich die Scheibenteile NICHT aus der absoluten Planlage verdrehen können. 4. Verschiedene Kleber-Hersteller bieten Ein- und Mehrkomponentenkleber an. Ich habe gute Erfahrungen mit Uhu-Glaskleber (Einkomponente, aushärtend an Sonnenlicht) gemacht. Die Klebeanleitung von Uhu ist exakt und sklavisch einzuhalten!!! Siehe unter uhu.de. 5. Im Fall von Uhu: Eine Seite SORGFÄLTIG und sparsam aber ausreichend mit der Klebespritze einstreichen. Auf der Rückseite (in Richtung Beschriftung der Glasscheibe, besonders sorgfältig). Es soll kein Kleber überstehen. Eventuelle Abbruchfragmente mit in die Klebung einpassen. Nach der Verklebung und Fixierung SOFORT überflüssiges Klebstoff-Material mit Aceton an der Glasvorderseite abwischen, ohne das da Klebstoffschmierfilm übrigbleibt (Aceton darf nicht an die Beschriftung der Glasrückseite kommen). Dann Glasscheibe 24 Stunden in Ruhe lassen. In Ruhe lassen. In Ruhe lassen. Finger weg, Kinder weg, Geschwister weg, Enkel weg, alles weg. 6. Am besten morgens bei Sonnenscheinwetter verkleben, damit das Sonnenlicht sofort viele Stunden den Aushärtungsprozess beschleunigt. Balkon oder dicht am (besten offenen) Zimmerfenster. Panik läßt nach. Freude kommt auf. War alles halb so schlimm. |
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8) Mini-Risse im Hochglanzlack Es hatl auch Radios mit Schellack gegeben, aber zumeist wurden wohl Nitrolacke und Kunststofflacke eingesetzt. Bevor man sich an die Bearbeitung von Lacken macht, sollte mit der Schellackprobe geklärt werden, ob Oberflächen eines Gerätes aus Schellack sind. Besonders kritisch ist es, wenn nur ein Teil des Gehäuses nachgearbeitet werden soll. Zu schnell wird man den Unterschied des Originallacks zum Nachbeserungslack sehen. Die Haar-Risse traten bei Schellack weniger auf. Wie dem auch sei, ein wirklich funktionierendes Riss-Füllmittel, das dann auch nicht in die Holzschicht durch den Riss eindringt und das Holz quellen lässt und gleichzeitig die Rissstelle glatt ausfüllt und das auch dauerhaft macht und und dann auch noch lange am Ort verbleibt, gibt es nicht. Es bleibt eigentlich nur die Anlösung des Lacks mit dem richtigen Lösungsmittel mit gleichzeitiger Bearbeitung der angelösten Oberfläche mit Schleif- und Poliermitteln. Oder aber der komplette Neuaufbau der Lackschicht, gegebenenfalls mit Schleifen und Polieren. Risikoreich ist auch der eventuelle der Verlust der Beizung, falls nicht ungebeiztes Original-Funier verwendet wurde. Das ist aber eine Arbeit, die Erfahrung im Umgang mit Holzoberfläche-Lackierung voraussetzt. Der erste Versuch geht bestimmt schief. Einfach Lack runter, neuer Lack rauf, funktioniert nicht. Auch ich traue mir aus mangelnder Erfahrung das nicht zu. 3 Versuche haben bei mir kein befriedigendes Resultat gebracht. Wer sich durch Versuche an die Lackierung herangearbeitet hat, mag da Erfolge haben, aber das ist keine Aufgabe die sofort gute Ergebnisse haben wird. Ich kenne einen Sammler, der diese Nachlackierung perfekt beherrscht, aber er hat dafür auch so an die 10 Versuche gebraucht. Übung macht den Meister. Überhaupt ergibt sich die Frage, ob die Haar-Risse beseitigt werden müssen. Ist ein altes Radio nicht mit seiner erkennbaren "Lebenszeit" akzeptabel? Ist eine Nachlackierung nur aus diesem Grund eine Verfälschung? Ich weiß, das kann man so oder so sehen. |
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10) Wie Holzwürmer loswerden? |
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11) Was ist beim Kleben von Plastik zu beachten? Ist ein bestimmter Klebstoff geeiget? Sie können zumindest bei einem unbekannten Plastik-Material feststellen, ob ein vorhandener Klebstoff wirksam ist: Plazieren Sie einen kleinen Tropfen des Klebstoffes auf eine vorher fettfrei (wichtig) gemachte und nicht störende Stelle des zu verklebenden Kunststoffes. Lassen Sie den Klebstoff 24 Stunden antrocknen. Versuchen Sie nun, den Klebstofftropfen vom Plastik mit einem Messer wieder zu entfernen. Gelingt das nicht, ist der Klebstoff geeignet. Hier in Deutschland habe ich gute Erfahrungen z.B. mit "Uhu allplast" gemacht. Natürlich sind aber auch andere Klebstoffe auch geeignet. |
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12) Kleben von Bakelit Auch einige Zweikomponenten-Kleber sind gegeinet. Auch hier gilt, Klebestellen gut entfetten, Kleber gleichmäßig anrühren, dünn auftragen (sodaß keine Überquellungen entstehen) und ebenfalls lange fixieren. Einige dieser Kleber können auch eingefärbt werden, z.B. mit Bakelitstaub (Abrieb). |
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13) Gerätereinigung.
Das hat aber alles seine Grenzen. Ich verstehe natürlich, dass man sein Radio in einen guten Zustand bringen und halten will. Zu dieser Zustandsverbesserung zählt auch die Reinigung des Gerätes innen und aussen. Aber es gibt hier gewisse Gefahren: Man kann leider auch Bauteile und Gehäuse kaputt-reinigen. Beispiele, was man NICHT machen sollte:
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14) Pflege von Bakelitoberflächen. Hin und wieder wird bei leicht stumpf gewordenen Bakelit-Oberflächen Auto-Politur empfohlen. Es gibt aber bei Bakelit das grundsätzliche Problem, daß echter Hochglanz nur bei der Heisspressung während der Produktion entsteht. Polieren kann man später nur, wenn von dieser Heiss-Schicht noch was übrig ist. Ist diese Schicht, bekommt man keine echte Hochglanzschicht mehr hin, man kann da schleifen und / oder polieren, solange man will, es geht nicht. Bei vielen Geräten sind im Lauf der Jahrzehnte Schuhputzmittel oder Bohnerwachs aufgebracht worden. Solche Schichten bekommt man vorsichtig herunte. Solange die dünne bei der Herstellung entstandene Schicht noch da ist, kommt zumiest auch wieder der echte Hochglanz wieder zum Vorschein. Kleben von Bakelit wird hier beschrieben. |
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15) Restaurierung alter Bauteile.
(Beitrag von Jürgen, "roehrenfreak" aus dem
Wumpus-Gollum-Forum.) Deshalb hier nachfolgend ein paar Tipps zur Restaurierung alter Bauteile in Schrift und Bild. Bild 1: Das "Opfer". Ein Elko von 15µF am Messgerät. Die
Anzeige spricht für sich: Bild 2: Die Hülse wird ausgeräumt. Das geschieht am einfachsten,
indem man die Teer-Vergussmasse mit einem Heissluftgebläse erweicht. Danach
lässt sich das Innenleben leicht entfernen: Bild 3: Moderner Elko kleinerer Bauform, er passt wunderbar
in die leere Hülle... : Bild 4: ... wenn er mit einem Füllstoff umwickelt dort positioniert
und fixiert wird. : Bild 5: Der Elko ist vorbereitet zum Verschliessen der Enden.
Zwischen Füllstoff und Hüllenrand sind etwa 2mm Platz, welche nun mit
dem rückgewonnenen Teer vergossen werden. Dazu bedient man sich am Besten
eines kleinen Metallgefässes und einer Bunsenflamme. Um jeglichen Streitigkeiten
mit dem Partner zu entgehen sollte dieser Arbeitsschritt im Freien durchgeführt
werden. Den Teer vorsichtig erhitzen bis er schön flüssig ist, gleichmässig
einfüllen und den Elko bis zum Erstarren exakt senkrecht halten. Achtung:
Teerdampf ist brennbar! Feuerlöscher für den Notfall bereit halten: Bild 6: Der Elko ist fertig. Äusserlich ist er vom Original
nicht zu unterscheiden:
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16) Die Grenzen der Restaurierung Geht es darum das gesamte Gerät optisch wie neu zu machen? Hier haben sich bei den Sammlern zwei generelle Sichtweisen gebildet: 1. Sowenig wie möglich machen. Dem Gerät soll man durchaus seine Vergangenheit ansehen. Zerissene Bespannungen, defekte Skalenscheiben müssen ersetzt werden, fehlende Bedienelemente ebenfalls. Das Gehäuse muss gereinigt und u.U. nachpoliert werden. Kleine Kratzer und Dellen sind hinzunehmen. Das Gerät soll alle inneren Bauteile haben. Die Rückwand muss vorhanden sein, das Netzkabel ebenfalls. Das Chassis muss gereinigt werden (Staubentfernung). Das Gerät soll spielbereit sein. Das Gerät braucht nicht spielbereit sein. 2. Das Gerät sollte möglichst dem Auslieferstand als Neugerät angenährt werden. Das Gehäuse muss notfalls abgeschliffen und völlig aufgearbeit werden. Der Bespannstoff muss neu sein. Das Innere ist völlig staubfrei zu machen, jegliche Fettablagerungen muss weg, das Chassismetall muss frisch aussehen. Das Gerät muss spielbereit sein. Für beide Strategie-Wege gibt es sicher Freunde. Ich selber versuche für jedes Gerät passende Mischstufen zwischen beiden Wegen zu finden. Es ist auch zu bedenken, dass sich der Wiederverkaufswert des Sammlerstückes deutlich ändern kann, wenn zuviel oder zuwenig gemacht wird. Generell versuche ich Gehäuse nur mit milden Mitteln zu sanieren. Eine völlige Neulackierung sollte nur die absolute Ausnahme sein, wenn es nicht anders geht.
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17) Skalenrad des DKE
Skalenrad und Wellenbereiche: Die rote Skala ist für Langwelle, die weisse Skala für Mittelwelle. Mit dem Drehen des Skalenrades wird automatisch von Langwelle auf Mittelwelle (an der Stelle, wo rot nach weiss wechselt) umgeschaltet.
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18) Radio-Rückwände, Bodenabdeckungen
Durch Feuchtigkeitseinwirkung können sich Rückwände verbiegen (wellen). Das läßt sich duch erneutes, aber kontrolliertes Durchfeuchten mit anschliessender Gewichtsauflage korrigieren. Diese Durchfeuchtung soll feucht aber nicht naß stattfinden, am besten Haushaltssaugpapier anfeuchten und auf die Rückwand von der Innenseite auflegen. Das einige Stunden oder Tage aufrechterhalten, bis die Pappe eine gewisse leichte Weichheit erhält. Damit bei der Gewichtsauflage-Einwirkzeit keine Staunäße entstehen kann (Schimmelbildung), sollte man die Rückwand auf eine ebene Fläche legen, die sich aber nicht mit der Rückwand verkleben wird oder Farben überträgt. Außenseite nach unten. Oben auf legt man kleine Holzleisten so nebeneinander, daß von Leiste zu Leiste ein Abstand von 0,5 cm entsteht. So kommt während der Tage des Geradepressens genügend Luft an die Pappe. Das Auflagegewicht soll nicht zu groß sein, das sich sonst die Leisten in die angefeuchtete Pappe eindrücken könnten. Das Gewicht muß nicht sofort die Pappe plandrücken! Wenn eine Rückwand fehlt oder nicht mehr beschaffbar ist, kann diese zur Not auch aus sehr dicker schwarzer Pappe oder dünnem Sperrholz hergestellt werden. Ganz wichtig: Es müssen genügend Löcher eingebracht werden. Eine Fleissaufgabe. Ca 75 Prozent der Fläche sollte aus Luftlöchern von ca 4-6 mm bestehen, die notwendigen Großlöcher für die Anschlüsse müssen an den richtigen Stellen angebracht werden, ebenfalls für Schrauben. Die Lüftung durch Kaminwirkung MUSS SICHERGESTELLT sein. Dunkles Anstreichen ist sinnvoll. Ein kleiner Zettel mit der Geräte-Bezeichnung, den Stromnetzspannungen und Typ (AC / DC) und einem Warnhinweis (Gerät nich von Laien öffnen) sollte angebracht werden. |
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19) Die Schellack-Probe Jedenfalls sollte vor Lacknachbesserung oder Neuaufbau die Schellackprobe gemacht werden:
Schellack ist Spiritus-löslich. Wegen des handwerklichen Aufwands un der notwendigen Geschicklichkeit, sollte eine Entfernung des Schellacks und die Neuaufbringung das letzte Mittel der Wahl sein. Wer das noch nie gemacht hat, sollte zuerst an einem Probeholz testen! Weitere Details dazu hier.
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