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Deutsche Rundfunkstationen
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Der Berliner Rundfunksender RIAS hat eine lange Geschichte. Seit 1946 sendete der "Rundfunk im amerikanischen Sektor" als "Stimme der freien Welt". Zu Zeiten des "Kalten Krieges" wurde RIAS oft gestört. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurde der Sendebetrieb eingestellt und der Sender erhielt den Namen "Deutschland-Radio Berlin". Jetzt wird hier "Deutschlandradio Kultur" produziert. Besichtigung 2002
Bitte auch die Photos von der Besichtigung 2010 weiter unten beachten! RIAS, Rundfunk im amerikanischen Sektor begann schon 1946 (ab Februar) zuerst als "DIAS, Drahtfunk im amerikanischen Sektor" die West-Berliner, dann West- und Ost-Berlin mit Informationen zu versorgen. Grund war die politisch einseitige Darstellung des "Berliner Rundfunks", der unter Einfluss der sowjetischen Besatzungsmacht stand. Drahtfunk-Frequenzen 210 + 245 KHz. Am 4.9.1946 sendete dann der DIAS, nun als RIAS auch auf Mittelwelle. Auch waehrend der "Berliner Blockade" und 1961 nach Bau der "Berliner Mauer" wurden die Berliner aber auch mit Lautsprecher-Wagen mit Informationen versorgt (Waehrend der Blockade gab es viele Stromsperren). Ich kann mich noch gut an "Lautsprecher- Schlachten" zwischen NVA- und RIAS (SAS)-Lautsprecher-Wagen an der Berliner Mauer erinnern (SAS = Studio am Stacheldraht). Bei Hof in Nord-Bayern, gab es eine weitere Sende-Stelle des RIAS. Ursache war der Umstand, dass die amerikanische Besatzungsmacht zuerst in diesem Bereich zustaendig war, spaeter aber das Gebiet mit Berlin getauscht hat. Die westlichen Alliierten erschienen erst spaeter in Berlin. Aeltere Berliner in Ost und West koennen sich noch gut an Sendungen mit Kult-Status erinnern:
In Zeiten des Beliebigkeits-Rundfunks, dessen Ziel die Abstrahlung von Geduddle, Sprechblasen und Werbe-Phrasen ist, trauere ich dem werbefreien RIAS mit seinen praezisen und spannenden Sendungen nach..... Vergangenheit. Deutschlandradio Kultur - Besichtigung Sender Britz 2010 Es ist natürlich formal nicht richtig, den RIAS und Deutschlandradio Kutur auf einer WEB-Seite gemeinsam abzuhandeln. Ich nehme mir trotzdem diese Freiheit heraus, da für MICH die Geschichte der Sender eng verknüpft ist. Am 5.11.2010 lud das Deutsche Rundfunk-Museum und das Internet-Forum Wumpus-Gollum-Forum zur Besichtigung der Sendestelle in Berlin - Britz ein. 22 Teilnehmer wurden fachkundig von Herrn Dary in die Geschichte des RIAS, des Deutschlandradio Berlin und Deutschlandradio Kultur und die Sendetechnik der Jahrzehnte bis heute eingeführt. Derzeit wird von Berlin-Britz noch Mittelwelle 990 kHz AM und 855 kHz DRM und Kurzwelle 6190 kHz AM (Deutschlandfunk) ausgestrahlt. Insbesondere die Sendejahre des historischen Kurzwellensenders auf 6190 khz sind auf 2011 begrenzt. Dieser Sender ist quasi ein "lebendes Museum". Er sendet derzeit immerhin noch mit 17-18 kW. Er ist wohl der älteste täglich arbeitende Röhren-Kurzwellensender der Welt. Es ist wirklich Schade, daß ein Kurzwellensender nach dem anderen seinen Betrieb einstellt. Deshalb haben die Besucher am 5.11.2010 etwas wehmütig den Kurzwellensender besucht. Die starken glühenden Sendeendstufe-Röhren: Ein Genuß! Direkt hinter dem Sendergebäude befindet sich ein Faltdipol (Sendeantenne) großer Bandbreite. Die langjährige Stammfrequenz des RIAS auf 6005 kHz ist nicht mehr in Gebrauch. Die beiden Mittelwellensender bieten ein AM - und DRM - Programm an. Die Zukunft von DRM ist ebenfalls unsicher. Die Industrie liefert einfach nich preiswerte und wirklich (von der Empfindlichkeit her) funktionierende DRM-Geräte, die Sendeanstalten wollen keine Nichenprogramme für zahlenmäßige Minderheiten anbieten. Es ist ein Jammer. Die folgenden Fotos sind von Rainer Steinführ.
Der historische Röhren-Kurzwellen-Sender des ehemaligen RIAS. Bald off air.
Ursprünglich sendete die Station auf 6005 kHz. Jetzt im Jahr 2011 ist die Zukunft des 6190 kHz-Senders ungewiss bis trübe. Es heißt, wenn eine kostenintensive Reparatur nötig würde, geht der Sender off air. Für mich hat der Sender in den vergangenen Jahrzehnten mich auf so mancher Urlaubsreise zuverlässig begleitet. Er gehört mit zur Falimie. Ich wünsche ihm noch eine zeitlang gute Ausbreitungsbedingungen. Wer den Sender nochmal hören will: Mit einem Kurzwellen-Radio auf 6190 kHz gehen, am besten nach Einbruch der Dunkelheit. Auf Youtube habe ich ein kleinen Clip mit der DLF-Ansage zu den 18:00 Uhr-Nachrichten hochgeladen: http://www.youtube.com/watch?v=pl7Fe-UcF_I
Obwohl die Aufnahme am Tag in Berlin Spandau entstand (also nur ca. 20 km vom Sender weg), ist doch deutschliches Fading vorhanden und Störgeräusche. Das ist im Nahfeld auf dem 6-Meter-Band nicht ungewöhnlich.
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