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Einige Hinweise zu den sogenannten US (amerikanischen) Röhren.
Versuch, amerikanische Rundfunkröhren zu klassifizieren.
Online seit 01.2.2008. Letzte Bearbeitung 02.02.2008.
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(C) Copyright Rainer Steinführ 2008, Berlin.
Die amerikanischen Röhren wurden
gern nach 1945 auch in deutsche Radios eingebaut oder deutsche Radios
wurden teilweise auf amerikanische Typen umgerüstet, ähnlich
wie die berühmten RV12P2000 Umbauten.
Das war alles ein Ergebnis des damaligen Röhrenmangels. Es gibt aber
auch durchaus viele Rundfunkgeräte in Deutschland, die mit dieses
Röhren bestückt waren. Der Begriff "amerikanische Röhren"
ist formal nicht ganz richtig, da Typen auch ausserhalb der USA produziert
wurden und eingebaut wurden.
Es gab spezielle Fachbücher, die sich eben mit den
amerikanischen Röhren beschäftigten. Als gutes Beispiel sei
hier das Heft "Amerikansiche Röhren" von Fritz Kunze, Funkschau-Verlag
genannt. Das Buch kam seit 1942 mindestens in 5 Auflagen heraus. Auch
ich verwende zum Teil Daten dieses Buches. Viele zeitweise gebräuchliche
Metallröhren wurden nach und nach in Glasvarianten gebaut.
Bei uns am bekanntesten waren die Metall-Röhren, die
im Gegensatz zu den deutschen Stahlröhren
lang und schmal strukturiert waren. Eine typische Röhrenbezeichnung
dieser Gruppe war z.B. 6A7. Daneben gab es Röhren der reinen Zahlenreihen
und der mehr kommerziellen VT-Serien. Der Schwerpunkt dieser Betrachtungen
liegt bei Zahl-Buchstabe-Zahl Typen, wie z.B. die 6V6.
Es wird immer wieder bei den US-Metall- und Glasröhren
nach der "versteckten" Bezeichnungssystematik gefragt. Um es
gleich vorweg zu sagen, diese Systematik (Klassifizierung) ist weniger
präzisierend und mit viel mehr Ausnahmeregeln versehen, als die in
Europa entwickelte Struktur. Eine EL84 verriet über sich: E = 6,3
V Heizung, L = Leistungspentode, 84 Bauserie. Bei einer amerikanischen
6AQ5 konnte nur 6,3 Volt und die Anzahl der Stifte mit 6 (5) Stiften
abgeleitet werden.
Einige Dinge können aber grundsätzlich gesagt
werden. Es gibt (teilweise) einen Vorspann vor der eigentlichen Röhrenbezeichnung,
die eigentliche Röhrenbezeichnung, den (teilweisen) Nachspann. Ebenfalls
vorneweg: Auch im Internet - insbesondere auf amerikanischen Seiten -
habe ich bisher keine wirkliche Klassifizierung dieser Röhren gefunden
für den speziellen Mittelbuchstabenbereich gefunden. Auch das oben
erwähnte Heft bleibt für die Mittelbuchstaben sehr schwammig.
Ich gehe deshalb derzeit davon aus, dass es für diese Buchstaben
keine umfassende Klassifizierung gibt.
Weiter unten auf der Seite, ist ein Protokoll
meiner Bemühungen zu sehen, doch noch eine Struktur zu erkennen.
Die dortigen Angaben sind "in Bewegung", da ich versuche weitere
Daten zusammenzutragen.
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(Eventueller) Vorspann
Firmenzuordnung
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Röhrenbezeichnung
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(Eventueller) Nachspann
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- 6Y = Geco
- A = Arcturus, Visseaux
- C = Cunningham, Collins
- C= hinter Typenbezeichnung = Cossor
- CRC = RCA
- ER = Eveready-Raytheon
- G = MAJESTIC
- Hy = Hytron
- JRC = Johnsonbury
- KR = Ken Rad
- M = Microtube
- NU = National Union
- PH = Philips
- R = Raytheon
- RCA = Radio Coporation of America, Radiotron,
Cunningham
- S = Sylvania
- Sylv = Sylvania
- T = Telefunken
- TS = Tungsol
- VT = Valvo
- Z = Zenith
Beispiel einer 6V6: R6V6 (Raytheon)
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1. Ziffer (Zahl)
Vor
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Mittelbuchstabe(n)
Mitte
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2. Ziffer
Nach
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- 1 = 1,4Volt
- 2 = 2,5 V
- 3 = 2,8V
- 5 = 5V
- 6 = 6,3V
- 7 = 7V
- 11 = 11V
- 12 = 12,6V
- 14 = 14V
- 25 = 25V
- 35 = 35V
- 50 = 50V
- 117 = 117V
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1-Buchstaben-Code: Zuerst wurde damit der
Systemaufbau unterschieden, musste aber wegen der ständig
wachsenden Typenvielfalt aufgegeben werden.
Es folgte der Zweibuchstaben-Code:
Ist der 1. Buchstabe ein S, handelt
es sich um eine "single ended" Metall-Röhre,
wo alle Elektroden zum Sockel rausgeführt wurden im
Gegensatz zu Varianten mit Elektrodenraus-führungen
auch nach oben. Z.B. 6K7 zu 6SK7.
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Zahl der Stifte - 1, denn die
beiden Heizstifte gelten als 1 Stift, Anzapfungen an die Heizungen
wurden zumeist nicht mitgerechnet. Ausnahmen z.B. 35Z5GT.
Es gibt hier viele Abweichungen. Z.B. werden Schirmungen unterschiedlich
gerechnet und bei Varianten der selben Röhre in Metall
oder Glas ebenfalls. Es zählen nur die tatsächlich
angeschlossenen Elektroden. Es gibt auch Röhren ohne
2. Ziffer. Beispiel: 34E |
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- B = ?
C = ?
P = Penthode
- E = Export version ?
- T = Tetrode
- G = Glasröhre mit Octal-Sockel
- GL = Glasröhre mit Loctal-Sockel
- GT = 7cm lange Bantam-Serie in Glasausführung
- GT/G = Universeller Ersatz für GT oder
G Typen
- L = Loctal-Sockel basierend aud Oktalsockel
- LT = Glasröhre mit Loctal-Sockel
- GB = Röhre mit Glassockel
- M = Metallröhre mit Octal-Sockel
- LM = Loctal metal
- ML = Loctal metal
- MG = Abgeschirmte Glassröhre (Metall-Glasröhre)
- GM = Abgeschirmte Glassröhre mit Octal-Sockel
- MS = Metallbesprüht
- S = Metallbesprüht
- W = stossunempfindlich
- Y = Glimmer-Pertinax-Sockel
- X = keramischer Sockel
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Skizze 1: Zusammenstellung einiger US-Röhrensockel
Beispiele für einige Röhrenbezeichnungen,
unterteilt in Röhren mit....
- nur eigentlicher Röhrenbezeichnung
- Vorspann-Bezeichnung und Röhrenbezeichnung
- Röhrenbezeichnung und Nachspann
- mit Vorspann und eigentlicher Röhrenbezeichnung und Nachspann
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Röhre
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Vorspann
|
Bezeichnung
|
Nachspann
|
Bermerkung
|
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6V6
|
-
|
6V6
|
-
|
.
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6V6GT
|
-
|
6V6
|
GT
|
Bantam-Serie in Glasausführung
|
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CRC12A6
|
CRC
|
12A6
|
-
|
Hersteller RCA.
(VT-134)
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6SN7GTB
|
-
|
6SN7
|
GTB
|
Nachspann unklar
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6SN7WGT
|
-
|
6SN7
|
WGT
|
Stossunempfindlich
Bantam-Serie in Glasausführung
|
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S6V6GT
|
S
|
6V6
|
GT
|
Sylvania
Bantam-Serie in Glasausführung
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Protokoll über den Versuch,
im Bereich der Mittelbuchstaben eine Struktur zu erkennen:
(In Arbeit am 3.2.2008)
Bleiben wir bei der 6AQ5. Nach Vergleichslisten ist die
EL1 eine vergleichbare Röhre. Suchen wir also weitere Leistungspentoden
der E-Serie, um bei den beiden Buchstaben nach der 6 der 6AQ5 eine
Systematik zu erkennen:
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Versuch, eine Systematik bei
den Mittelbuchstaben zu erkennen:
Bei den Stiften werden die beiden Heizanschlüsse a1s 1
Stift vor der Klammerung gezählt.
- In Arbeit -
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Röhre
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NF-Leistung
Watt
|
Typ
|
Stifte
(x-Pol-Röhren)
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Vergleichsröhre
|
NF-Leistung
Watt
|
Typ
|
|
6AQ5
|
4,5
|
Pentode
|
5 (7)
|
EL90
|
4,5
|
Pentode
|
|
6AQ5
|
4,5
|
Pentode
|
5 (7)
|
EL1
|
?
|
Pentode
|
|
6AG6
|
3,75
|
Pentode
|
6 (7)
|
EL11
|
4,4
|
Pentode
|
|
6AG6
|
3,75
|
Pentode
|
6 (7)
|
EL33
|
4,5
|
Pentode
|
|
6AK6
|
1,1
|
Pentode
|
5 (7)
|
EL91
|
1,4
|
Pentode
|
|
6AM5
|
1,4
|
Pentode
|
5 (7)
|
EL91
|
1,4
|
Pentode
|
|
6BJ5
|
4
|
Pentode
|
6 (7)
|
?
|
?
|
|
|
6BW6
|
4,5
|
Pentode
|
6 (9)
|
EL90
|
4,5
|
Pentode
|
|
6M6
|
4,4
|
Pentode
|
6 (7)
|
EL33
|
4,5
|
Pentode
|
|
6L6
|
6,5
|
Pentode
|
6 (7)
|
EL12
|
8
|
Pentode
|
|
(6L10)
|
-
|
Pentode
|
5 (7)
|
-
|
-
|
-
|
|
|
4,5
|
Pentode
|
6 (8)
|
EL11
|
4,4
|
Pentode
|
|
(6V9)
|
-
|
Pentode
|
8 (8)
|
-
|
-
|
-
|
Sieht (noch?) nicht nach einer Systematik aus, die Sockel-Varianten
passen auch nicht richtig. Soll bei den 1-Buchstabentypen L und M = 7-Stift,
V = 8-Stift sein? Funktioniert schon bei K-Typen nicht mehr, die gibt
es als 7-Stift und 8-Stift-Varianten, GRUMMEL !!! Es wurden hier nur Röhren
ausgesucht, die zumeist als Hauptanwendung Niederfrequenzleistungs-Verstärker
sind, andere in Klammern.
Noch ein Versuch mit einigen Gleichrichterröhren:
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Röhre
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Belegte Stifte
|
Sockel
|
Typ
|
|
1A3
|
3, Heizung 1 Stift
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7-Pol
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Einweg, indirekt geheizt
|
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1D6
|
Stiftzahl völlig daneben!
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6-Pol
|
Einweggleichrichter, indirekt geheizt
|
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1Z1
|
1, Heizung = 1 Stift
|
5-Pol
|
Einweg-Gleichrichter, direkt geheizt,
Anode oben
|
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1Z2
|
1, Heizung 1 Stift.
Also ist die 2 eigentlich falsch.
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7-Pol
|
Einweg-Gleichrichter, direkt geheizt,
Anode oben
|
|
3G10
|
3, Heizung 1 Stift
|
4-Pol
|
Zweiweg, direkt geheizt
|
|
4G30
|
(3+0?), Heizung 1 Stift
|
4-Pol
|
Zweiweg, direkt geheizt
|
|
5Z4C
|
4, Heizung u. Katode = 2 Stifte
|
5-Pol
|
Zweiweg-Gleichrichter, direkt geheizt
|
|
6H6
|
6 (stimmt nicht), Heizung 1 Stift,
Schirmung ?
|
8-Pol
|
Zweiweg, indirekt geheizt
|
|
6Z31
|
4 (3+1?), Heizung = 1 Stift
|
7-Pol
|
Zweiweg-Gleichrichter, indirekt
geheizt
|
|
6Z4
|
4, Heizung = 1 Stift
|
5-Pol
|
Zweiweg-Gleichrichter, indirekt
geheizt
|
|
7Z4
|
4, Heizung = 1 Stift
|
8-Pol
|
Zweiweg-Gleichrichter, indirekt
geheizt
|
|
25Z5
|
5, Heizung = 1 Stift
|
6-Pol
|
Zweiweg, getrennte Systeme, indirekt
geheizt
|
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35Y31
|
(3+1?), Heizung ein Stift
|
7-Pol
|
Einweg, indirekt geheizt
|
|
35Z3
|
3, Heizung = 1 Stift
|
8-Pol
|
Einweg, indirekt geheizt
|
Resultat: Hier könnte im ersten Ansatz
teilweise Z = Zweiweggleichrichter und Y = Einweggleichrichter bedeuten.
Das ist aber nicht zwingend, siehe obige Beispiele.
Es gibt auch Zweiweggleichrichter mit , AL, G, W, X, Y und
Einweggleichrichter mit A, Y, Z. Aufzählung nicht abschliessend.
Auch die Betrachtung der Sockel hilft nicht wirklich weiter,
Ausnahme 3G10 und 4G30. Bei Z sind fast alle Sockel vertreten.
Im Grunde ist keine vernünftige Systematik erkennbar.
Entstehende Fragen und Ungereimtheiten und zusammengetragene
Daten zur weiteren Analyse:
-
Warum gibt es für die Nach-Zahlen die Zahl 35?
Es können ja wohl nicht 35 Stifte gemeint sein. Beispiel 2L35.
Soll die 35 gterennt betrachtet werden, also 3 und 5?
-
Bei den Mitte-Buchstaben mit einem Buchstaben
gibt es: A, B, C, D, E, F, G, H, (I), J, K, L, M, N, O, (P), R, S,
T, U, V, W, X, Y, Z. Im Klammen noch keine gefunden.
-
Warum gab es Röhren ohne 2.Zahl? Z.B. Röhre
34E.
-
Der Versuch Gemeinsamkeiten für den Buchstaben
A (Mitte) im Fall nur eines Buchstabens zu finden ist fehlgeschlagen.
Weder das System (Diode, Triode, Pentode, usw steht für A. Negativbeispiele:
6A3 ist eine NF-Endstufen-Leistungstriode wie die AD1. 6A7
ist eine Zweisystem-Röhre, wie die ECH11.
Der Sockeltyp und Durchmesser (siehe Skizze 1) ergibt auch keine Übereinstimmung
bei Einbuchstabenröhren.
-
Nachspann GTB unklar. Ist das GT und B? Wenn ja, was
ist B?
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