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Sammlerwert, Verkauf, Ankauf, Versicherungswert, Versicherungen

Verkauf, Ankauf: Alte Radios können neben dem rundfunkhistorischen Wert auch Geldwert haben. Über die tatsächliche Höhe des Geldwerts kann man trefflich streiten. Es ist eben ein Unterschied, ob man privat zu privat ein Gerät verkauft oder im andern Extrem 100 Geräte im Block an einen gewerblichen Aufkäufer. Nicht jedes altes Radio ist eine Rarität, das einen hohen Marktwert hat. Generell sind Radios aus den fünfziger und sechsiger eher Massenware, wenn man von kleinen Firmen wie z.B. Metz oder Wega, usw. absieht. Es gibt aber auch Radios aus der Frühzeit, die 5000 bis 10000 EUR Wert haben können.

Frühe Geräte , auch Detektor-Apparate, aus den Jahren 1923 - 1930 liegen heute relativ stabil bei guten Sammlerpreisen. Die Geräte der dreissiger und vierziger Jahre waren schon mit größeren Stückzahlen am Markt und somit ist der Sammlerwert ein wenig eingeschränkt. Natürlich bestätigen Ausnahmen die Regel. Ein Ingelen Geographic ist eben keine Massenware.

Es gibt Sammlerpreislisten, wie auch bei Wumpus Welt der alten Radios und im Wumpus-Gollum-Forum, usw. die viele beobachtete Verkäufe - insbesondere bei Internet-Auktionen - auflisten. Die Listen können einen gewissen Überblick bieten, können aber nicht wie ein Briefmarken-Michel-Katalog gedeutet werden. Letztlich muss sich immer ein Vekäufer und Käufer finden. Ein guter Volksempfänger VE301W kann für 80 EUR aber auch für 400 EUR einen Käufer finden.

Bei Verkäufen von durchschnittlichen Geräten in größerer Menge, z.B. bei Auflösung einer Sammlung, werden sicher zumeist gewerbliche Ankäufer in Erscheinung treten. Diese Ankäufer MÜSSEN ihre Verdienstspanne einrechnen, den Transport kalkulieren und eventuelle Reparatur- und Restaurationsarbeiten gegenrechnen. Das führt zu folgener Situation:

Beispiel: Eine Sammlung von 100 Radios mit einem Einzelverkaufswert (von privat zu privat mit einer Verkaufszeit von einem Jahr) von 200 EUR pro Gerät, wäre also 20000 EUR Wert. Der gewerbliche Gesamt-Ankäufer rechnet vielleicht so: Gesamt-Angebot 50 % = 10000 EUR, Handelsspanne 40 % = 6000 EUR, Reparaturen, Restaurierung, Transport 25 % = 4500 EUR. Er würde statt 20000 EUR eben nur 4500 bieten wollen. Natürlich kann der Ankäufer auch anders kalkulieren, aber in der Regel wird er nur 1/4 bis 1/2 , selten 2/3 des Einzelsammelwerts zahlen.

Versicherungswert: Der Versicherungswert ist was völlig anders als der Sammlerwert. Ist der Sammlerpreis einer Sammlung von 10 Geräten z.B. auf 10 x 200 EUR ermittelt worden = 2000 EUR kann der Versicherungswert durchaus auf 2500 oder gar 3000 EUR festgelegt werden. Kann, muss aber nicht (weil es auch darauf ankommt, wie der Versicherungsnehmer rechnen will. Will er seine "Unkosten" und Nebenkosten der Wiederbeschaffung mit herausbekommen? Wie rechnet er nicht wiederbeschaffbare Geräte an? Es kommt darauf an wofür dieser Versicherungswert gebraucht wird. Will man eine Sammlung (kein Einzelstück) gegen Diebstahl, Brand, Zerstörung versichern, KANN eine Hausratversicherung oder eine Sachwertversicherung in Frage kommen. Diese Versicherungen regeln diese Dinge höchst unterschiedlich. Will vielleicht eine Hausratversicherung u.U. nur intakte, in Gebrauch befindliche Geräte zum ZEITWERT versichern, ist das vielleicht der Sachwert-Versicherung völlig egal und sie setzt den Wiederbeschaffungswert oder Neuwert an.

Versicherungen: Mit der Versicherung ist also zu klären: Will sie ein eigenes Wertgutachten oder akzeptiert sie jeden genannten Wert des Versicherungsnehmers und bildet daraus die Versicherungskosten? Welchen Wert wird sie ersetzen: Zeitwert, Wiederbeschaffungswert, Neuwert? Will sie eine abschließende Geräteaufstellung (mit Photos) haben? Erteilt sie Auflagen, wie sichere Unterbringung, Alarmanlagen? Ist der Transport von Geräten der Sammlung einbezogen?