| RF Wired broadcast
(Radio by wire) Last update 05/18/2007 |
Drahtfunk
Letzte Bearbeitung 09.02.2007 |
| Even before the introduction of radio broadcasting there were news and information systems by wire which offered their reports as audio frequency by cable to subscribers, mainly in Bavaria. Range and distribution was limited, though. As early as 1938 (official introduction of high frequency broadcasting by wire) there were trials and test operations in Germany. The aim was the transmission of broadcast free of disturbances via the in germany well developed telephone net. First trials with high frequency broadcast by wire were carried out in the cities of Berlin and Hamburg as early as 1935. The r.f. level on the receiver input connection should amout 15 to 25 mV. The signal of the broadcast station was ditributed by a separate audio wide-band wire net of the Reichspost, later Bundespost. Service posts fed the signal by r.f. transmitters into the telephone net. Such posts could support an area of approx. 30 miles radius. Splitting boxes were installed in the apartements of residential areas between the telephone and the telephone line. This was the point where a radio set with antenna and earth (ground) could be connected to. Of course the radio set had to provide the frequency range for wired radio (Long wave band?). A note to readers of this article outside Europe: The LW (long wave) band was and is in Europe in use for broadcast with a range of 150-250(300) KHz. This band was at least partly situated between the Long Wave Broadcast Band and the Medium Wave band (also called as r.f, Band). Frequency ranges: The literature and other sources provide differing information. The radio set Graetz 51W is equiped with a special range for radio by wire of 700 to 2000 meters, that is 150 to 430 kHz, which covered also the normal long wave band. Other sets were marked succinctly "Drahtfunk" (radio by wire) on the dial only in the upper long wave band. The technical magazine Funktechnik issue 3/1948 indicates 160 to 270 kHz. The Funktechnik issue 19/1947 says 250 to 300 khz, the publication "50 Jahre Rundfunk aus Sicht der Deutschen Fernmeldeverwaltung" says 150 to 250 khz. It was possible to transmit several radio stations at once by wire. In Berlin in 1948 the radio station NWDR was broadcasting on 224 kHz, radio station RIAS on 255 Khz and station Berliner Rundfunk on 265 KHz, all of which was in the regular long wave band. Actually the reception at that time was relatively free of noises. Disturbances (atmospherics, sparking by streetcars and technical equipment were almost nil. Furthermore, foreign jaming stations during World War II could not become effective . 1967 was the last year of use of the radio by wire in Germany. The German Post Officice collected charges for the provision of wired radio services. That is why radio enthusiasts tried to capacitively tap the telephone line within reach just before the distribution box to enjoy wired radio free of charge. Here a photo of a splitter box (coming soon). Translation by Peter Stepponat. Additional
information by Konstantin Zaitzev The system had lunch break and night break what enabled simple radio piracy (or radio huliganism, as it is called here). It was enough to plug an amplifier into the network and the listeners could hear you in the radius 0.5-1 km, depending on the output power. When I was a schoolboy, even with 1-2W amplifier I reached good results. The obvious advantage was that it didn't require any special equipment. Another and more important advantage was that you could't be so easily caught by authorities as those who were using the radio transmitter, especially because it's more difficult to find the source of signal in the wired network than in the air, though the absence of the special equipment also played its part. Notice by Wumpus's Old Radio World: Who has information about wired radio in other countries? Please email. |
Schon vor Einführung des Rundfunk gab es drahtgebundene Nachrichten- und Informations-Systeme, die ihre Meldungen als Niederfrequenz über Kabel Abonnementen anbot, hauptsächlich in Bayern. Die Reichweite und Verteilmöglichkeit war aber sehr begrenzt. Schon in den Jahren vor 1938 (Offizielle Einführung des Hochfrequenz-Drahtfunks) gab es Versuche und Testbetriebe in Deutschland. Ziel war die möglichst störungsfreie Üübertragung von Rundfunk mit Hilfe des in Deutschland weitverbreiteten Telefon-Netzes. Erste Versuche mit HF-Drahtfunk gab es in Berlin und Hamburg schon 1935. Der HF-Pegel am Empfängereingang sollte 15-25 mV betragen. Dabei wurde das Signal vom Sender über das spezielle NF-Breitband-Netz der Reichspost, später der Bundespost den Telefon-Verteil-ämtern zugeführt. Die Dienststellen speisten mit Hilfe von Hochfrequenz-Sendern das Signal in das Telefon-Netz ein. Eine solche Verteilerstation konnte ein Bereich von ca 50 Km Radios versorgen. In den Wohnhäusern wurde in den Wohnungen eine Trennungs-Dose zwischen Telefon und Telefon-Anschlussdose angebracht. Hier wiederum konnte ein Radio mit Antenne und Erde angeschlossen werden. Das Radio musste allerdings den Drahtfunk-Bereich (LW-Bereich?) verarbeiten können. Dieser Bereich lag zumindestens teilweise zwischen dem Langwellen- und Mittelwellenbereich. Frequenzbereich: Es gibt hier in der Literatur und anderen Quellen unterschiedliche Angaben. So hat das Graetz-Radio 51W einen gesonderten Drahtfunkbereich von 700-2000 Meter oder 150-430 kHz, der allerdings den normalen LW-Bereich mit beinhaltete. Andere Radios vermerken auf der Skala nur im oberen Frequenzbereich des LW-Bandes lapidar Drahtfunk. Die Zeitschrift Funktechnik Heft 3/1948 weist 160-270 kHz aus. Die Funktechnik Heft 19.1947 nennt dagegen 250 und 300 Khz, in der Publikation "50 Jahre Rundfunk aus Sicht der Deutschen Fernmeldeverwaltung" wird 150-250 kHz angegeben. Es konnten dabei gleichzeitig mehrere Drahtfunk-Sender übertragen werden. So wurde 1948 in Berlin der NWDR auf 224 kHz, der RIAS auf 255 KHz, der Berliner Rundfunk auf 265 kHz übertragen, was ja noch im normalen LW-Bereich lag. Leute, die noch eigene Erfahrungen mit Drahtfunk gemacht hatten, berichteten von gelegentlichen Störungen durch reguläre weitentfernte Radiosender die auf Frequenzen des örtlichen Drahtfunks sendeten. Tatsächlich war der Empfang für damalige Verhältnisse störarm. Atmosphärische Störungen (z.B. Gewitterkrachen, Strassenbahn-Prasseln, technische Geräte) traten deutlich geringer in Erscheinung. Weiterhin konnte während des 2. Weltkrieges ausländische Störsender nicht wirksam werden. Noch bis 1967 wurde in Deutschland Drahtfunk angeboten. Eigentlich war der Drahtfunk der Vorläufer des heutigen Kabelfernsehens. Die Post berechnete Gebühren für die Bereitstellung des Drahtfunks. Deshalb versuchten viele Rundfunkbastler, die freiliegenden Telefonleitungen noch vor der Verteiler-Dose kapazitiv anzuzapfen, um in den Genuss des Drahtfunks zu kommen. Hier ein Photo einer Frequenz-Verteiler-Dose. (kommt bald). Zusätzliche Informationen von Konstantin Zaitzev Während der Essenszeiten und Nachts wurde die Ausstrahlung unterbrochen. Das begünstigte Radio-Piratentum (hier Huliganismus genannt). Es genügte, einen NF-Verstärker in das Netz einzukoppeln und die Zuhörer konnten in einem Radius von 0,5 bis 1 Km empfangen in Abhängigkeit mit der Ausgangsleistung. Als ich ein Schuljunge war, konnte ich mit 1-2 Watt-Verstärkern gute Resultate erreichen. Der offensichtliche Vorteil lag darin, dass keine Spezialgeräte benötigt wurden. Ein anderer und wichtigerer Vorteil lag darin, dass man nicht so leicht durch die Behörden gefangen werden konnte, als jene die Radiosender verwendeten, insbesondere weil es schwieriger war die Quelle des Signals im Drahtnetz zu finden als über die Luft, obwohl auch die Nichtnotwendigkeit von Spezialgeräten ihren Anteil daran hatte.
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![]() Anschlussdose (Weiche) Telefon zu Radio mit Antenne / Erde - Ausgang. | ![]() Innenansicht. A look to inside. |